Blauschillernde Sandbiene (Andrena agilissima)

Name: Blauschillernde Sandbiene (Andrena agilissima)
Fundort: Hortus lacerta agilis ( Naturgarten in Marbach)
Datum: 4. Juni 19
Anzutreffen: Mai bis Juli
Besonderheit: Wildbiene des Jahres 2019

In unserer heutigen ‚ausgeräumten‘ Kulturlandschaft ist sie selten geworden. Dabei wird die Blauschillernde Sandbiene nach der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten als „gefährdet“ bis „stark gefährdet“ eingestuft.

Sie ist sehr flott unterwegs und überwintert als fertiges Insekt. Ab Mai kann man sie dann mit etwas Glück bis in den Juli hinein entdecken.

Der Lebensraum der Senf-Blauschillersandbiene ist eigentlich keiner, der in Deutschland nicht zu finden ist. Denn die Senf-Blauschillersandbiene kommt vor allem in Ackerbaugebieten vor, wo sie ihre notwendigen Pollenquellen findet. Allerdings werden die Nahrungsquellen dieser Wildbiene mittlerweile kaum mehr zu den Zeiten angebaut, wenn die benötigt werden. So braucht die Senf-Blauschillersandbiene vor allem Acker-Senf.

Wie alle Sandbienen baut Andrena agilissima ihr Nest im Erdboden. Die Tiere bevorzugen regengeschützte Plätze an Steilwänden in Sand, Löss oder Lehm. Die Art nistet in der Regel in Gemeinschaften, in denen mehrere Weibchen einen Nesteingang nutzen.

Eine wunderschöne und interessante Wildbiene, die unseren Schutz braucht.

Unser Tipp: Ackersenf im März einsäen, dann blüht er zur Hauptflugzeit dieser Art. Aber auch andere Kreuzblütler werden gerne besucht (wie auf dem Foto die Nachtviole). Wer die Möglichkeit hat an Lösslehm zu kommen, kann auch eine geeignete Nistmöglichkeiten im eigenen Garten anbieten.