Fermentieren geht über Studieren

„Heute hab‘ ich fermentiert“ – diesen Satz habe ich in meinem bisherigen Leben noch nicht sagen können – und die restlichen 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fermentierkurses wohl auch nicht. Nun werden wir ihn bestimmt immer häufiger sagen. Denn fermentieren macht Spaß, ist einfach und macht Gemüse mit ganz geringem Energieaufwand haltbar. Was genau da in den zubereiteten Gläsern passiert, konnte uns Kursleiter Ralph Eisenschmid wunderbar anschaulich erklären. Es geht darum, die Milchsäurebakterien, die natürlicherweise in der Umwelt und auf (vor allem) Biogemüse vorkommen in eine Umgebung zu versetzen, in der sie zu „schaffen“ beginnen, sodass eine Milchsäuregärung in Gang kommt. Die bringt einen leckeren, inzwischen aber kaum mehr bekannten Geschmack mit sich. Vitamine und Knackigkeit des Gemüses nehmen dabei so gut wie keinen Schaden und hübsch anzusehen sind die Mixed Pickles auch noch. Wir haben geschnippelt, uns ausgetauscht, leckere Kostproben genommen und gestaunt, wie einfach die Welt manchmal sein kann. Und wir haben unseren Beitrag im Rahmen der „Europäischen Woche der Abfallvermeidung“ geleistet: Ein paar Leute mehr wissen nun, was man mit restlichem Gemüse alles anstellen kann, ohne es im Müll landen zu lassen.