„Ohne Auto leben“ – Vortrag von Bernhard Knierim

In einem interessanten Vortrag zeigt Bernhard Knierim wie wichtig und richtig die Moblitätswende (weg vom Auto) für jeden Einzelnen und die Gesellschaft ist.

Eine Handvoll Zitate

  • [Zum] Aspekt Gerechtigkeit: […] Die Leute, die diesen Verkehr verursachen, sind zu einem größeren Teil die Leute mit einem größeren Wohlstand. Denn wer mehr Geld hat, wohnt gerne im Grünen, das heißt er fährt immer in die Städte rein, erzeugt eine Menge Verkehr und ist auch sonst mehr unterwegs, das sagen alle Untersuchungen dazu. Die Leute, die allerdings an den Straßen und an den Stadtautobahnen leben, das sind eher nicht die wohlhabenden Leute. Das heißt das Verursachen und das Leiden unter den Folgen von Verkehr, das ist tatsächlich sehr ungleich verteilt. (ab Minute 5:05)

  • [Zur Flächenversiegelung]: Wenn man das umrechnet auf die Einwohner heißt das, dass auf jede und jeden Deutschen 224 qm Verkehrsfläche kommen. Verglichen mit 46 qm Wohnfläche. Das heißt wir wenden also allein von der Fläche, die wir uns gönnen, viermal so viel für Verkehr auf wie für unser Wohnen. (ab Minute 6:25)


gefunden auf a2011 – Fahrradkultur in Augsburg
ähnlich im Vortrag ab Minute 21:15
  • 3V-Verkehrspolitik: 1. vermeiden, 2. verlagern, 3. verbessern (ab Minute 28:45)

  • Über diese knapp 100 Jahre, wo wir diesen wahnsinnigen technischen Fortschritt durchgemacht haben – es geht ja nicht nur ums Auto, sondern um ganz viele Verkehrsmittel – erreichen wir nicht mehr Orte mit der Mobilität, wir sparen auch keine Zeit ein […], wir verbringen nicht weniger Zeit mit unserer Mobilität, sondern alles, was wir durch den technischen Fortschritt gemacht haben ist, dass wir größere Strecken zurücklegen. (ab Minute 39:05)