Naschen auf dem Spaziergang – Wiesenlabkrautköpfchen

Wo die Wiesen noch nicht gemäht sind, ist jetzt bis in den frühen Sommer hinein das ganz frische und noch weiche Wiesenlabkraut zu finden. Die Blätter sind (wie beim Waldmeister zum Beispiel, den man NICHT essen kann) wie ein Quirl um den kantigen Stängel herum angeordnet. Die Blüten bestehen aus mehreren kleinen Blütenästchen mit je einigen vierblättrigen winzigen (ca 3mm) weißen Blütchen.

Diese Blütenköpfe, als Knospen oder Blüten, kann man abzwicken und direkt vor Ort genießen, sie schmecken ähnlich wie kräftiger Kopfsalat. In alten naturheilkundlichen Rezepten wurde das Wiesenlabkraut als harntreibend und anregend für die Nierentätigkeit angegeben, es enthält Glykoside, ätherisches Öl und Gerbstoffe, also: naschen ist gut, zu viel ist zu viel.

Wiesenlabkraut ist wohl eine Allerweltspflanze, die überall wächst, die aber kaum jemand kennt. Vielleicht macht der Tip neugierig und sorgt für neue „Hingucker“ auf dem nächsten Spaziergang.

Ganz wichtig: Esst nur, was ihr sicher bestimmen könnt! Die Verantwortung liegt bei euch.