Auf den Klimaschutz!

Aber womit stoßen wir an? Der ZEIT-Artikel von Petra Pinzler gibt die Antwort: Am besten mit Leitungswasser, denn das ist besser für die Umwelt. Ein Beispiel aus dem Text: ein Liter Wasser aus einer Flasche ist für 1400 mal mehr CO₂-Ausstoß verantwortlich als die gleiche Menge Hahnwasser. Deshalb bemüht sich die n*gruppe um Refill-Stationen. Auf den Klimaschutz!

MÜLLweg!

Es gibt eine App, deren Name ist Programm. Sie heißt MÜLLweg! und sie macht Müll weg. Indem sie nämlich die Möglichkeit biete, eine kostenlose Müll-Meldung zu erstellen. Das heißt, man geht gemütlich spazieren, trifft auf wilden Müll, ärgert sich, aber nur kurz, zückt das Handy (oder klappt zuhause den Laptop auf) und meldet den Fund. Die zuständige Behörde kann mit der App ermittelt und benachrichtigt werden. Und beim nächsten Spaziergang hat man dann hoffentlich keinen Müllweg mehr.

Der Garten ist eröffnet!

Seit Mitte Februar haben wir fast jedes Wochenende im Mitmach-Garten verbracht. Es gab einen interessanten Baumschnittkurs, die Beete wurden mit Holzdielen eingefasst und eine Wildblumenwiese entstand, die sicher bald, aber vor allem jedes Jahr wieder blühen wird. Letzten Sonntag dann haben wir alle Interessenten zu einer offenen Info-Veranstaltung eingeladen. Wir haben uns über das zahlreiche Erscheinen sehr gefreut. Ein ganz besonderer Gast war der Lions-Club Bottwartal, der uns eine Spende übergeben hat. Diese wird für eine Lernbank eingesetzt – eine Sitzgelegenheit, bei der man sich nicht nur ausruhen, sondern gleich noch etwas lernen kann. Es war ein wie immer schönes Gemeinschaftsereignis, das gezeigt hat, dass die Idee des Gartens funktioniert, wenn wir alle an einem Strang ziehen, oder sagen wir besser: alle eine Schubkarre schieben 🙂

Einen Bericht von der Marbacher Zeitung gibt es hier.

Anlegen einer Wildblumenwiese mit magerem Substrat
Bald blüht und summt es hier
Marco erklärt die Idee des Mitmach-Gartens
Juhu, das Kernteam bekommt einen Riesencheck vom Lions-Club
Marienkäfer in der Sonne

Bücherbrief Februar

Einmal im Monat stellen wir hier die aktuellen Neuerwerbungen der Stadtbücherei Marbach vor, die sich rund um das Thema Nachhaltigkeit drehen – ob Müllvermeidung, Gartenarbeit, DIY oder soziale Themen. Wir freuen uns über zahlreiche Leserinnen und Leser und planen, eine Lesepatenschaft einzuführen, damit das erlesene Wissen auch geteilt wird.

  • Volkmer, Ina: Trick 17. Nachhaltig leben. 22 Lifehacks für eine bessere Welt. Stuttgart 2018
  • Der kleine Weltretter. Stegen-Eschbach 2018
  • Dellert, Louisa und Deborah Weinbuch: Mein Herz schlägt grün. Weltverbessern für Anfänger. München/Grünwald 2018
  • Blech, Jörg: Schmeckt’s noch? Das falsche Versprechen der Lebensmittelindustrie und wie wir einfach gesund essen können. Frankfurt am Main 2017 (Onleihe)
  • Walter, Ulrich: Eine andere Sicht auf die Welt! Astronaut Ulrich Walter erklärt das Leben. Gründwald 2018
  • Kokoschka, Michael: Megawissen Natur. München 2018
  • Ein Fest für die Lerche. Eine Geschichte zum Vogel des Jahres. Münster 2018
  • Boom, Maike van den: Wo geht’s denn hier zum Glück? Meine Reise durch die 13 glücklichsten Länder der Welt und was wir von ihnen lernen können. Frankfurt am Main 2017
  • Picken, Wolfgang: WIR. Die Zivilgesellschaft von morgen. Gütersloh 2018 (Onleihe)
  • Werner, David: Lebensraum Totholz. Gestaltung und Naturschutz im Garten. Darmstadt 2018 (Onleihe)
  • Gärtnern nach dem Terra-Petra Prinzip. Praxiswissen für dauerhaft fruchtbare Gartenerde. Darmstadt 2018 (Onleihe)
  • Precht, Richard David: Jäger, Hirten, Kritiker. Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. München 2018 (Onleihe)
  • Richters, Oliver: Marktwirtschaft reparieren. Entwurf einer freiheitlichen, gerechten und nachhaltigen Utopie. München 2019 (Onleihe)
  • Schwarzer, Elke: Heimische Pflanzen für den Garten. 100 Blumen, Sträucher und Bäume für Biene & Co. Stuttgart 2019 (Onleihe)
  • Hradetzky, Anja: Wie ich als Cowgirl die Welt bereiste… und ohne Land und Geld zur Bio-Bäuerin wurde. Ostfildern 2019 (Onleihe)
  • Aufderheide, Ulrike: Der sanfte Schnitt. Schonend schneiden im Naturgarten. Obstbäume, Rosen, Wildgehölze und mehr. Darmstadt 2018
  • Bross-Burkhardt, Brunhilde: Gesunder Garten durch Mischkultur. Gemüse, Blumen, Kräuter, Obst. München 2019 (Onleihe)

Jederzeit ausleihenswert: Der Film Tomorrow, eine Dokumentation über lokale Initiativen für eine klimagerechte Zukunft und – der Energiekostenmonitor, mit dem man Stromfresser im Haushalt entlarven kann.

Hier kommt Ihr direkt zum Stadtbücherei-Katalog, um die Bücher auszuleihen.

Besuch in der Wildpflanzen-Gärtnerei Strickler

Ein Bericht von Marco Kraft

Seit einigen Jahren gestalte ich meinen Garten naturnah.
Naturgärten sind für mich Orte, an denen man die Natur beobachten kann, viele Tiere einen Lebensraum finden können und sowohl der Mensch als auch die Natur davon profitieren. Ein Ort, an dem man träumen kann, der einen im wahrsten Sinne des Wortes erdet. Solche Orte sind wichtig in der heutigen Welt, in der alles schnelllebig und hektisch ist.

Das wichtigste Element im Naturgarten sind natürlich heimische Wildpflanzen.

Doch wo bekomme ich die her? Und das am besten noch in Bio-Qualität ?

Also hab ich mich mal auf den Weg gemacht und mir so eine Wildpflanzen-Gärtnerei genauer angeschaut, ich wollte einfach wissen wie es dort aussieht, wie dort gearbeitet wird und wo meine Pflanzen herkommen, die ich bisher bequem mit der Post zugeschickt bekommen habe.

Das Areal der Gärtnerei Strickler, das ich besucht habe, ist mit seinen vielen natürlichen Strukturen naturnah gestaltet. Trockenmauern, schöne Totholzecken und heimische Hecken die Unterschlupf und Lebensraum für vielerlei Nützlinge bieten. Ein kleiner Bach schlängelt sich durch das Gelände. Um diese Jahreszeit kann man nur erahnen wie es hier im Sommer blüht, die Schmetterlinge flattern und die Wildbienen hier Lebensraum finden.

 

Wildpflanzen-Gärtnereien sind rar gesät in Deutschland, die Gärtnerei Strickler ist eine davon und darf sich „Fachbetrieb für Naturnahes Grün – empfohlen von Bioland“ nennen.
Nach strengen Standards wird hier ökologisch gearbeitet.

  • „Unkraut“ wird von Hand gejätet
  • Lückenlose Herkunftsnachweise für mindestens 70% der angebotenen Wildpflanzen und Wildsamen
  • Keine Verwendung von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut
  • Vermehrung der Pflanzen unter Berücksichtigung und Erhalt der genetischen Vielfalt
  • Verwendung torffreier bzw. torfreduzierten Substraten – konventionelle Gärtnereien verwenden Substrate aus 100% Torf. Torf ist ein endlicher Rohstoff, der irgendwann
    zur Neige gehen wird. Vor allem werden durch den Torfabbau wichtige
    Lebensräume/Moore zerstört und viel CO² freigesetzt, was natürlich auch
    für die Klimaerwärmung verantwortlich ist.
  • Verwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln, Düngern und Bodenverbesserungsmitteln entsprechend den aktuellen Bioland- Positivlisten
  • Verwendung von ausschließlich mitteleuropäischen Holzarten (z. B. Lärche, Eiche, Buche, Robinie, Douglasie, Edelkastanie) – keine Verwendung von Tropenhölzern
  • umweltschonende Biostandards werden im gesamten Betrieb verlangt, z.B. Kompostierung, Bodenverbesserung, Düngung, Pflanzenbehandlungsmittel, Verpackung, Wasser und Energieverbrauch

    Das sind viele Argumente warum ich aus Überzeugung dort robuste Pflanzen kaufe, die ein Großteil meines Gartens schmücken.
    Was nicht heißt dass ich mich nicht gelegentlich dazu hinreißen lasse, bei der örtlichen Baumschule das ein oder andere zuzukaufen um den regionalen Handel zu unterstützen.

    Es hat viel Spaß gemacht in Alzey. Wer seinen Garten naturnah gestalten möchte, dem kann ich einen Besuch in dieser Gärtnerei nur ans Herz legen – im Sommer bestimmt noch schöner als Anfang März.

Li-Le-Lastenfahrrad

Andreas Siebers Idee ist fantastisch: Er wünscht sich ein kostenlos ausleihbares E-Lastenfahrrad für uns Marbacher. Die Umsetzung möchte er bei anderen Städten abschauen, denn dort gibt es bereits funktionierende Konzepte und begeisterte Nutzer. Wer – wie wir – die Sache unterstützen möchte, kann sich in eine der ausliegenden Listen eintragen (z.B. im marktdreizehn). Auf dass wir bald alle lastenradeln können.

Frühlingserwachen im MiMaGa

Letztes Jahr haben wir ein Blüten-Feuerwerk im Mitmach-Garten angekündigt – und wir haben nicht zu viel versprochen: Die Krokusse recken ihre Köpchen und werden von fleißigen Bienchen aufgesucht, die froh um diese Nahrungsquelle sind.

Es ist unglaublich viel passiert. Bei schönen Arbeits- und Gemeinschaftsaktionen haben wir gelernt, wie man einen Baumerhaltungsschnitt durchführt, haben Pflanzensamen getauscht, die Beeteinfassungen aufgebaut und in die umgegrabene Fläche gesetzt. Wir haben die Wege zwischen den Beeten mit Rindenmulch angelegt und erste Flächen für den Blühstreifen freigemacht, an der wir am Samstag weiterarbeiten (siehe Veranstaltung). Wie viel Spaß das alles gemacht hat und wie toll das Ergebnis aussieht, seht ihr auf den Bildern. Wir freuen uns auf Eure Mithilfe, Termine werden im Kalender rechts bekannt gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Torf gehört ins Moor

… meint der NABU – und wir schließen uns an. Jetzt, wo die (Mitmach-)Garten-Saison beginnt, kauft das ganze Volk Erde. Wichtig ist, darauf zu achten, dass sie kein Torf enthält, denn Torf entsteht im Moor. Für einen Meter Torf vergehen läppische tausend Jahre – zerstört ist es jedoch im Nu. Wer auf torffreie Erde (nein, ‚torfreduziert‘ oder ‚torfarm‘ reicht nicht!) setzt, der

* betreibt Artenschutz, denn Moore sind Lebensraum von zahlreichen bedrohten Pflanzen und Tieren
* betreibt Klimaschutz, denn Moore binden eine große Menge an Kohlendioxid
* sorgt für gesünderen und nährstoffreicheren Boden im eigenen Garten

Hier gibt es eine Übersicht über Bezugsstellen von torffreier Erde im Landkreis Ludwigsburg. Und hier die Broschüre, aus der obige Infos entnommen sind – danke an den NABU, der das alles zusammengestellt hat.

WEtell – Crowdfunding für neuen Mobilfunk

WEtell ist der erste faire und umweltfreundliche Mobilfunkanbieter in Deutschland. Okay, noch nicht ganz. Aber nach der Crowdfundingkampagne hoffentlich! WETell setzt auf Klimaschutz, Datensparsamkeit und Transparenz.  Bis zum 31.03.2019 mitmachen und endlich grünfunken!