13 Gramm Ei

Eine neue Studie zeigt, was wir eigentlich schon wissen: Wir, hier, sollten viel weniger Fleisch und viel mehr Gemüse essen. Für unser Wohlergehen auf diesem Planeten. Ein schöner, knapper Artikel in der ZEIT darüber > hier.

Insektenkiste

Bläuling an Hornklee

Die Insekten haben einen schweren Stand, ausgeräumte Landschaften und immer weniger artenreiche Wiesen machen ihnen das Leben schwer.

Allen voran sind die Wildbienen bedroht, insbesondere diejenigen, die sich im Laufe von tausenden von Jahren an die heimischen Wildpflanzen angepasst haben und von genau diesen Pflanzen abhängig sind. Als wichtige Bestäuber von Obstbäumen und Wildpflanzen spielen sie im komplexen Ökosystem eine zentrale, tragende Rolle.

Wie jeder die Wildbienen und Schmetterlinge unterstützen kann, auch wenn kein eigener Garten zur Verfügung steht, zeigen wir im folgenden Artikel.

Getreu dem Motto „Jede Blüte und jeder Quadratmeter zählt“, haben wir eine ‚Insektenkiste‘ angefertigt und mit heimischen Wildstauden bepflanzt. Die Kiste kann man sich vors Haus oder auf den Balkon stellen und so einen kleinen aber wichtigen Trittstein für die Natur schaffen.

Wir haben eine Holzkiste verwendet, möglich ist auch eine ausrangierte Weinkiste oder ein ganz normaler Blumentopf in ausreichender Größe.

Schritt 1: Kiste mit Trennvlies oder Ähnlichem auskleiden, sodass die Erde nicht zwischen den Spalten herausrieselt. Das Vlies schützt auch das Holz von innen, für eine längere Lebenszeit.

Schritt 2: Die unterste Schicht besteht aus Blähton. Er ist leicht, kann Wasser speichern oder dient als Drainage.

Schritt 3: Ein Gemisch aus Bio-Universalerde oder Kräutererde oder Pflanzerde wird mit Steinen und Sand vermischt. Diese Mischung ist das ideale Substrat für die meisten Wildpflanzen im Topf. Je nachdem welche Ansprüche die Pflanzen haben, kann man das Mischungsverhältnis variieren.

Schritt 4: Den Wurzelballen aufrauen und die Pflanzen gut angießen. Steine oder Totholz geben dem Ganzen von Anfang an eine natürliche Struktur. Fertig ist ein Mini-Lebensraum für Wildbienen und Schmetterlinge.

Wir haben hier einen Bepflanzungsvorschlag für einen sonnigen Standort, zum Beispiel auf dem Balkon, mit eher magerem Substrat ausgewählt. Dieses besteht aus einem Gemisch aus Sand, Kies, Steinen & Blähton.

Zu den Pflanzen: Die Auswahl ist groß – theoretisch lassen sich alle Wildpflanzen im Topf kultivieren. Wir haben uns für diese hier entschieden:

1x Gewöhnlicher Hornklee
1 x Kartäusernelke
1x Zwergglockenblume
1 x frühblühender Thymian

Der Gewöhnliche Hornklee ist eine wichtige Futterpflanze für eine ganze Reihe von Schmetterlingsraupen. Unter anderem die Raupen des Hauhechel-Bläulings sind auf ihn angewiesen. Die Blüten bieten außerdem reichlich Nektar, an denen sich Schmetterlinge und Wildbienen gerne laben. Ein echter Dauerblüher, der von März bis Oktober hübsche gelbe Blüten bildet.

Eine ganze Reihe von Wildbienen haben sich auf die Gattung der Glockenblumen eingestellt, um damit ihre Brutröhren zu füllen. Die Zwergglockenblume bildet schöne Polster und blüht von Juni bis August in zartem blau.

Der Nektar ist tief unten verborgen und somit spricht die Kartäusernelke viele Schmetterlinge an. Von Dickkopffaltern bis zum Zitronenfalter finden sich viele Schmetterlingsarten an ihr zum Nektartrinken ein.

Der Frühblühende Thymian ist, wie die anderen Thymian-Arten, ein wohlriechendes, kleines Gehölz mit immergrünen Blättchen und einem schönen Blütenflor im Mai bis Juni, der bei Wildbienen, Hummeln & anderen Insekten sehr beliebt ist.

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Im zeitigen Frühjahr sollte man den Hornklee und die Zwergglockenblume bodennah zurückschneiden. Die Pflanzen sind alle winterhart, mehrjährig und an unser Klima angepasst.

Im Herbst könnte man noch ein paar Krokuszwiebeln dazu stecken, um sich im Frühjahr schon an ersten Blüten zu erfreuen.

Für weitere Informationen möchten wir euch noch ein tolles Buch zum Thema ‚Wildpflanzen im Topf‘ ans Herz legen: Dr. Reinhard Witt – Das Wildpflanzen Topfbuch (Info zum Buch). Am besten beim örtlichen Buchhandel bestellen und den lokalen Handel unterstützen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Plastic Planet

Ein Filmtipp am Abend: In der Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung kann man den Film „Plastic Planet“ von Werner Boote anschauen. Am besten früh genug anfangen, damit man noch mit etwas Erbaulichem ausgleichen kann.

Auf den Klimaschutz!

Aber womit stoßen wir an? Der ZEIT-Artikel von Petra Pinzler gibt die Antwort: Am besten mit Leitungswasser, denn das ist besser für die Umwelt. Ein Beispiel aus dem Text: ein Liter Wasser aus einer Flasche ist für 1400 mal mehr CO₂-Ausstoß verantwortlich als die gleiche Menge Hahnwasser. Deshalb bemüht sich die n*gruppe um Refill-Stationen. Auf den Klimaschutz!

Weg vom Klimawandel

Wir müssen weg vom Klimawandel! Vom echten und vom begrifflichen. Welche Assoziationen das Wort auslöst und wie es im politischen Diskurs genutzt wird, erklärt der Artikel unten – und man stellt fest, dass ‚Klimawandel‘ viel zu nett ist. Vorschlag: In Zukunft nur noch von ‚Überhitzung‘ oder ‚Klimakrise‘ sprechen.

Gehweg versalzen – dieser Umwelttipp wirkt Wunder!

Es ist etwas seltsam einen Beitrag zu schreiben über Glätte, Kälte und Eis, während es draußen 10 Grad hat, am 23 Dezember. Aber vielleicht sinken die Temperaturen – und dann heißt es wieder Streusalz-Alarm. Denn zu viel Salz auf den Straßen ist ungefähr so gut wie zu viel Salz in der Suppe, nur schädlicher. Hier ein paar Argumente (geklaut vom NABU):

  • Das Salz, das mit dem Schmelzwasser versickert, schädigt Wurzeln von Bäumen und Sträuchern, stört deren Nährstoffhaushalt und macht sie anfälliger für Krankheiten. Auch wenn es im Frühjahr und Sommer nass genug ist, vertrocknen die Pflanzen in der Folge.
  • Über die Kanalisation gelangt das Salzwasser in Bäche und Flüsse und schwächt dort Süßwasserfische und Kleintiere.
  • Bei Haustieren kann das Salz am Boden zu wunden Pfoten führen.
  • An Brücken und Fahrwegen kommt es zu Korrosion.

Alternativen sind Sand, Split, Asche oder Kies. Die lassen den Schnee zwar nicht schmelzen, geben aber Grip. Im Handel gibt es Streugut, das mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel – weil salzfrei“ versehen ist. Wer fleißig und sparsam ist, kann es sogar nach dem Einsatz wieder aufkehren und mehrmals verwenden.

Weil es das Richtige ist

Tobias Haberkorn erklärt sich unsere Trägheit in Sachen Klimahandeln damit, dass der Klimawandel zu groß für unsere Wahrnehmung ist. Ein Klimapessimist möchte er dennoch nicht sein und stellt – zwischen viel Niederschmetterndem – fest, dass, wer sich  gegen die Katastrophe einsetzt, dies nicht in erster Linie aus Absicht auf Erfolg tut. „Er tut es, weil es das Richtige ist“. Ein großer Artikel:

 

Laubbläser – kannste abblasen!

Was können Laubbläser eigentlich? Also gut, sie sind effizient – eine gern herangezogene Eigenschaft in diesen Tagen. Und sonst so? Sehr laut sein, viele Abgase ausstoßen, viel zu viele Insekten und andere Kleintiere töten und deren Lebensraum und Nahrungsquellen zerstören. Nachvollziehbar, dass die Garten’helfer‘ in einigen Städten Österreichs sogar verboten sind.

Hier ein kleiner NABU-Ratgeber zum Thema.

Wir sind der Ast

In SWR2 Aula spricht Andreas Weber kluge, philosophische und poetische Worte. Ausgehend vom letzten IPCC-Bericht und der damit verbundenen Forderung tausender Wissenschaftler*innen nach einem radikal neuen Naturverständnis stellt Weber die Frage: wie kann, ja muss unser Blick auf die Natur aussehen, wenn wir auf unserer Welt überleben wollen? Im Fokus steht dabei die Aufhebung der vermeintlichen Trennung zwischen Mensch und Natur. „Was aber, wenn der verdorrende Kirschbaum letztlich nichts anderes ist als wir selbst?“, fragt er und bringt es damit auf den Punkt: Wir zerstören uns selbst, wenn wir den Bund zwischen uns und unserer Umwelt weiterhin ignorieren, nicht anerkennen noch zu schätzen wissen.

Gegen den Weltuntergang

Perspective Daily bietet jeden Tag Perspektiven. Das Online-Magazin betreibt konstruktiven Journalismus und macht es sich zur Aufgabe, Lösungen und Vorbilder aufzuzeigen statt auf klickstarke Horror-Überschriften zu setzen. Es gibt ein Bezahlabo, aber ab und an bekommt man auch einen Artikel geschenkt. Diesen hier zum Beispiel, in dem Katharina Ehmann mit einer Umweltpsychologin gesprochen hat und vier Erkenntnisse teilt, die helfen, gegen den Weltuntergang und gegen Weltuntergangsstimmung vorzugehen.