Naschen auf dem Spaziergang – Scharbockskraut

Auf nährstoffreichen Böden im lichten Wald oder auf Wiesen findet man gerade herzförmige glänzende Blätter einer niedrig wachsenden Pflanze, die manchmal ganze Teppiche bildet. Bald wird sie auch anfangen zu blühen mit gelben glänzenden Sternen. Die Stängel von Blüte und Blätter sind hohl. Dabei handelt es sich um das Scharbockskraut.

Die jungen Blätter schmecken aromatisch, säuerlichscharf und sind eine Vitamin C Powerladung. Man kann sie wirklich gut naschen, wenn man sich bei der Bestimmung der Pflanze sicher war. Köstlich.

Wovon man abraten muss, ist, sie in größeren Mengen zu verzehren, und wenn sie blüht oder gar verblüht ist, dann ist ebenfalls Ende, denn sie hat als Hahnenfußgewächs einen für uns Menschen unverträglichen Protoanemoningehalt.

Der Name Scharbockskraut hängt wohl mit dem Vitamin C Gehalt zusammen: die oft an Skorbut (veränderter Name für Scharbock) leidenden Seefahrer früherer Zeiten wussten zwar wissenschaftlich noch nicht, dass die Krankheit mit Vitamin C Mangel zusammenhängt, aber sie hatten Hilfe erkannt beim Verzehr der Blätter oder auch der Brutknöllchen, die sich in den Blattachsen bilden, so dass die Pflanze den Namen Skorbutkraut bzw. Scharbockskraut bekam.

Von den nichtblühenden Pflanzen kann man die Blätter naschen.

Und das hier haben wir vor einem Jahr zum Naschen angeboten.

Ganz wichtig: Esst nur, was ihr sicher bestimmen könnt! Die Bestimmungsapps Flora incognita und Plantnet können dabei helfen – die Verantwortung liegt bei euch.