Treffen der n*gruppe ONLINE

Wann? 13.01.2021, 19-21 Uhr, online

Die Marbacher n*gruppe trifft sich zu ihrem ersten offenen Treffen im neuen Jahr, um ganz praktisch über Themen wie Ressourcenschonung, Müllvermeidung und Naturschutz zu sprechen und Ideen lokal vor Ort in die Tat umzusetzen.

Wir freuen uns sehr, wenn du Dich einbringen möchtest – bitte gerne mit Rückmeldung an info@n-gruppe.org, dass wir besser planen können. Vielen Dank!

Aufgrund des Feiertages treffen wir uns am zweiten Mittwoch im Monat, 13.01.2021 um 19 Uhr ONLINE. Link bitte über info@n-gruppe.org erfragen – Danke.
(siehe auch unter Reiter „Termine“)

Bücherbrief Dezember

Einmal im Monat stellen wir hier die aktuellen Neuerwerbungen der Stadtbücherei Marbach vor, die sich rund um das Thema Nachhaltigkeit drehen – ob Müllvermeidung, Gartenarbeit, DIY oder soziale Themen. Wir freuen uns über zahlreiche Leserinnen und Leser.

  • Montgomery, Sy: Einfach Mensch sein. Von Tieren lernen. – 2020 (audio, Onleihe)
  • Precht, Frerik: Every Day For Future – Digital & Technik. 75 Dinge, die du selbst tun kannst, um nachhaltiger online zu sein und Technik bewusst einzusetzen. – 2020 (Onleihe)
  • Rex, Markus: Eingefroren am Nordpol. Das Logbuch von der „Polarstern“. Die größte Arktisexpedition aller Zeiten – der Expeditionsbericht. – 2020 (audio, Onleihe)
  • Schröder, Martin: Wann sind wir wirklich zufrieden? Überraschende Erkenntnisse zu Arbeit, Liebe, Kindern, Geld. – 2020 (Onleihe)
  • Siewert, Aruna M.: Pflanzliche Antibiotika. Geheimwaffe aus der Natur. – 2020 (Onleihe)
  • Westphal, Jutta: Naturseifen selber machen. Palmöl, plastikfrei, sorgenfrei! – 2020 (Onleihe)
  • Benes-Oeller, Margit: Klimaanlage Naturgarten. – 2020 (Onleihe)
  • Hochegger, Karin: Blumenwiesen in naturnahen Gärten. – 2020 (Onleihe)
  • Mein Sach- und Mach-Winter-Buch. – 2018
  • Arvay, Clemens G.: Wir können es besser. Wie Umweltzerstörung die Corona-Pandemie auslöste und warum ökologische Medizin unsere Rettung ist. – 2020 (Onleihe)
  • Knödler, Benjamin: Young Rebels. 25 Jugendliche, die die Welt verändern. – 2020 (Onleihe)

Jederzeit ausleihenswert: Der Film Tomorrow, eine Dokumentation über lokale Initiativen für eine klimagerechte Zukunft und – der Energiekostenmonitor, mit dem man Stromfresser im Haushalt entlarven kann.

Hier kommt Ihr direkt zum Stadtbücherei-Katalog, um die Bücher auszuleihen.

Klare Kante in der Grauzone – der Schottergarten

Das Feature zeigt, wie fatal die in Mode gekommenen Schottergärten sind, lässt dabei aber auch Steinwüstenbesitzer zu Wort kommen.

Eine Handvoll Zitate:

  • Ungefähr 15% der deutschen Vorgärten sind inzwischen verschottert.
    In Deutschland gibt es etwa 17 Millionen Haus- und Kleingärten, die zusammen fast 3 % der Gesamtfläche Deutschlands ausmachen. Laut einer Studie, die der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau herausbrachte, liegt fast jeder sechste deutsche Vorgarten unter Schotter- oder Pflastersteinen. (Ab Minute 3:00)
  • Wir wollen nichtmal 10 qm vorm Haus pflegen, da sind wir zu faul zu, aber trotzdem sagen wir, es muss sich was ändern in der Welt, weil so gehts nicht weiter. (Ab Minute 34:05)
  • So ein pflanzengestalteter Vorgarten saugt natürlich auch das Niederschlagswasser auf wie ein Schwamm und gibt es dann später langsam wieder an das Grundwasser ab […]. Die Wasserdurchlässigkeit bei diesen Fließen [hingegen]ist so gering, dass bei Starkniederschlägen 90% des Oberflächenwassers auch oberirdisch abfließt und nicht versickert. Sondern in der Kanalisation verschwindet. Unter uns die Sintflut. (Ab Minute 35:09)
  • Eine im Jahr 2001 vom Verbraucherschutzministerium in Auftrag gegebene Studie zeigte, dass damals rund 90% der Kleingärtner Pestizide einsetzten. Noch 2014 landeten 95 Tonnen Glyphosat in deutschen Haus- und Kleingärten. Derzeit sind mehr als 50 glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel für den Gartenbereich zugelassen. (Ab Minute 38:17)
  • Inzwischen ist auch in den Stadträten angekommen, dass Schottergärten mehr Stein als Sein sind, ihr Versprechen, pflegeleicht zu sein, kaum einlösen, die urbane Ästhetik beleidigen, Artenvielfalt und Insektenpopulation reduzieren, die Flächenversiegelung beschleunigen, das städtische Mikroklima ausheizen, Bodenflora und -fauna ruinieren. (Ab Minute 14:17)

Naschen auf dem Spaziergang – Wilder Schnittlauch

Unglaublich fast, aber es gibt tatsächlich schon wieder Frisches zu naschen auf dem Spaziergang. Der Wilde Schnittlauch ist bereits zwischen Reben oder auf Streuobstwiesen mit seiner blaugrünen Farbe zu finden. Er wächst wie der kultivierte Schnittlauch ungefähr 10 bis 30 cm hoch als hohler Halm in Büscheln, er ist etwas kräftiger im Halm, nicht so wässrig. Die Inhaltsstoffe sind auch ähnlich, nur dass der Wilde etwas mehr von allem hat, eine wahre winterliche Gesundheitsfundgrube – er enthält die Vitamine A, B6, C, E, K und außerdem Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphor und Eisen.

Wer sich nicht sicher ist, braucht nur einen Halm abzuzwicken und schmeckt sofort die frische leichte Schärfe. Am besten hat man ein Taschenmesser dabei, um sich eine kleine Portion zu nehmen, da die Stängel kräftig sind und sonst durch das Reißen unter Umständen die Pflanze unnötig verletzt wird.

Wie man an dem Foto sieht, kringelt sich der Schnittlauch, wenn er länger gewachsen ist. Zur Blüte wird er erst im April kommen, allerdings sieht man die oft nicht mehr, weil er auf den nährstoffreichen Standorten oft überholt wird von anderen Pflanzen. Jetzt aber leuchtet vielversprechend sein Grün.

Ganz wichtig: Esst nur, was ihr sicher bestimmen könnt! Die Bestimmungsapps Flora incognita und Plantnet können dabei helfen – die Verantwortung liegt bei euch.

Unser Gartenjahr

Wir freuen uns sehr über den tollen Einsatz im letzten Jahr! Wir danken allen, die den Mitmach-Garten unterstützen, die ihre Zeit investieren, die sich Gedanken machen, ab und zu vorbeischauen, die Tomaten ausgeizen, Beeren naschen und sich an den Schmetterlingen erfreuen, die durch den Mitmach-Garten gaukeln.

Dieses Jahr war eine Zeit, in der wir trotz schwieriger Umstände einige Erfolgserlebnisse hatten. Die Nistkästen waren fast alle belegt und es wurden einige Kohlmeisenbabys geboren🐣. Von einer Expertin der Eulenschutz-AG haben wir prüfen lassen, ob wir auch dem gefährdeten Steinkauz eine Kinderstube anbieten können, leider hat sich das Gelände jedoch nicht geeignet. Dafür aber gab es eine andere spannende Anschaffung: Heuböcke zieren nun den oberen Teil der Wiese und dienen als Zwischenspeicher für unseren Wiesenschnitt. Der liegt so nicht auf dem Boden, was dafür sorgt, dass die Wiese abmagert, was eine Bedingung für Pflanzenvielfalt ist.

Die Zucchinis🥒 waren lecker und sogar Feigen gab es in diesem Jahr. Ein großer Scheck wurde uns überreicht, mit dem wir einen Schaukasten aufstellen konnten, um vor Ort zu informieren und noch mehr Menschen zum Mitmachen zu inspirieren. Unser Blühstreifen war ein echter Hingucker und ein kleines Eldorado für alles was summt, brummt und flattert. Ebenso farbenfroh ist seit diesem Jahr das bisher unansehnliche Stromhäuschen unterhalb des Mitmach-Gartens. Er wurde Dank des großen Einsatzes der Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Marbach von Schülerinnen mit schönen Motiven, passend zum Mitmach-Garten bemalt. Das Stadtmarketing hat die Aktion #Marbachhandelt ins Leben gerufen und es hat uns viel Spaß gemacht, teilzunehmen und unser Gartenvideo zu drehen.

Das Saisonfinale im Oktober hat uns nochmal richtig begeistert: Mit ganz vielen Helfer*innen haben wir die Beete weitestgehend abgeräumt und in die Winterruhe geschickt.

Jetzt freuen wir uns über ein ruhiges Silvester, an dem seit so langer Zeit zum ersten Mal nicht so viele Wildtiere lebensbedrohlich erschreckt wurden. Besonders freuen wir uns natürlich auf das nächste Gartenjahr und auf die Begegnungen und Geschichten, die im Mitmach-Garten entstehen. Denn auch in diesem Jahr werden wieder spannende Projekte anstehen, wir werden mit Sicherheit wieder gesundes Gemüse ernten und die Natur schützen und fördern – alle zusammen.

Auf ein gutes neues (Garten-)Jahr!

Geschenkidee: Gutscheine für Unverpacktläden in der Region

Immer noch auf der Suche nach einer Last Minute Zero Waste Geschenkidee? Wie wäre es mit einem Gutschein für einen Unverpacktladen in der Region! AnNa unverpackt in der Hauptstraße 16 in Besigheim bietet Geschenkgutscheine ab 5 EUR und noch viele andere nachhaltige Geschenk-Sets und Ideen an. Gerne nehmen sich das Team auch Zeit zur Beratung, um individuelle Ideen entstehen zu lassen. Auch der Heimathafen in der Schulstraße 13-1 in Benningen bietet Geschenkgutscheine an. Außerdem fertigen Maya & Ralf Esch Geschenkkörbe. Auch Sammelbestellungen des gesamten POIS Sortiment sind möglich. Der Ohne PlaPla in der Lindenstraße 2 in Ludwigsburg bietet auch Gutscheine an und versendet diese bei Bedarf gerne per Post.

www.anna-unverpackt.de

www.heimathafen-projekt.de

www.ohneplapla.de

Stimme für Steinkäuze

Traditionell verkündet der Naturschutzbund (NABU) einen Vogel des Jahres. Diesmal können wir die Wahl beeinflussen und abstimmen, welcher der beliebteste Vogel der Deutschen ist. „Beliebt, das ist uns im Nabu-Kreisverband Ludwigsburg zu wenig“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreisverbandes (Marbacher Zeitung, 11.12.2020). Er ruft dazu auf, gemeinsam dem Steinkauz die Stimme für den Vogel des Jahres zu geben – einer bedrohte Vogelart, der aber zu helfen ist.

Buchsterne

Für unsere nostalgischen Buchsterne verwenden wir Seiten aus alten Büchern. Wir starten mit dem Heraustrennen der einzelnen Seiten – am besten mit einem Cutter. Aus den Buchseiten schneiden wir Stücke in einer Größe von 5 x 10 cm. Für einen Stern benötigen wir 8 Stücke. Diese falten wir längs über die Mitte. Dann falten wir von der offenen Seite her jeweils an den Enden ein Dreieck in Richtung des ersten Falzes. Dann wird dann noch einmal mittig gefaltet – dieses Mal über die lange Seite. Die acht gleichgroßen Papierstücke stecken wir an den offenen Seiten ineinander und schließen am Ende den Kreis. Mit einer Zacke stanzen wir ein Loch und fädeln eine schöne Schnur durch, damit wir die Buchsterne aufhängen können.

Danke! Dein Eichhörnchen

Um auf die Schäden von Feuerwerk hinzuweisen, haben wir einen Flyer erstellt, den wir aufgrund des Feuerwerksverkaufverbots zum Glück gar nicht zu verteilen brauchen. Auf Freude muss aber nicht verzichtet werden – Alternativen zum Feuerwerk gibt es hier.