Feuerwerk-Alternativen

Vorneweg: Eine Alternative, die genauso viel Krach und Rauch macht wie die bekannten Feuerwerksraketen und -böller, gibt es nicht! Aber genau das wollen wir ja der Um- und Mitwelt zuliebe vermeiden. Das Feuerwerk soll dem Heidentum nach mit Krach und Getöse böse Geister vertreiben. Dabei hat das Böllern selbst so viele schlechte Auswirkungen, dass man es durchaus als bösen Geist bezeichnen könnte. Wir sollten versuchen, andere, leisere und ökologisch vertretbare Rituale zu (er)finden. Was uns am Wichtigsten erscheint sind doch zuletzt: Herzklopfen, Vorfreude, Überraschung, aber auch Nachdenken und Besinnlichkeit.

Hier ein paar Ideen:

  • Tischfeuerwerk, Konfettikanonen und Knalltüten: Beim gekauften Tischfeuerwerk knallen aus kleinen „Spaßbomben“ Luftschlagen, Figuren und andere Partyelemente heraus. Eine Bastelanleitung für selbstgemachte Konfettikanonen und Knalltüten gibt es hier. Da auch Papier nicht einfach in der Umwelt landen sollte, bitte nur drinnen benutzen.
  • Fliegendes Wunschpapier: Eine schöne Alternative zu Himmelslaternen sind die „Flying Wish Papers„. Die mit einem Wunsch versehenen Zettel werden angezündet und verglühen beim Aufsteigen so schnell, dass unter Beachtung der Anleitung auch in Innenräumen keine direkte Brandgefahr besteht.
  • Schwedenfeuer, Feuerkorb und Fackeln: Sicher aufgestellt sorgen die Feuerstellen für eine besondere Atmosphäre. Wirft man Kastanien hinein, entstehen Knister- und Knalleffekte, da die Früchte zerplatzen. Lichtfreude bringen auch Fackeln, wie diese selbst gebastelte Harzfackeln aus Harz und Kiefernzapfen.
  • Dosenlaternen und Lichterschau: Eine alte Konservendose mit einem Lochmotiv versehen und ein Licht hineingestellt – schon entstehen schöne Lichteffekte an der Wand – oder bei einer Nachtwanderung. Eine Anleitung dazu gibt es hier. Wer es professioneller mag, kann zu einem Sternen- oder Lichtershowprojektor greifen (am besten nach einem gebrauchten Ausschau halten). Für eine kommunal organisierte Lichter- oder Lasershow können wir uns als Bürgerinnen und Bürger auf politischer Ebene stark machen.
  • Korkenknall und Bierplopp: Bier und Sekt knallen auch! Achtet beim Kauf des Schaumweins auf einen echten Korkverschluss. Durch den Vormarsch der Plastik- oder Drehverschlüsse nämlich gerät eine der ältesten Kulturlandschaften Europas unter Druck: die Korkeichenwälder im Mittelmeerraum. Sie sind Lebensraum vieler bedrohter Arten. Aufgrund der gesunkenen Nachfrage steigt man dort aber auf Eukalyptus- und Pinienplantagen um, die die Ausbreitung der Wüste befördern (Quelle: WWF). Die geknallten Korken sollte man an Sammelstellen in der Nähe abgeben.
  • Lichtmalerei: Sobald es dunkel ist, kann die Kamera auf Langzeitbelichtung gestellt und mit einer Taschenlampe oder einer anderen Lichtquelle Motive in die Luft gezeichnet werden.
  • Krach und Stille: Um Mitternacht auf Töpfe schlagen, selbst gebastelte Konservendosen-Rasseln schwingen, Tröten tröten, alle Freude heraus- und Wut wegschreien, gemeinsam singen! Bereite das Abspielen deines Lieblingslieds so vor, dass genau um 00:00 Uhr der Refrain ertönt, um ihn mitzugrölen.
    Oder stell dir vor, man könnte die Kirchenglocken läuten hören. In Spanien gibt es die Tradition, zu jedem der zwölf Glockenschläge eine Weintraube zu essen. Wer so schnell is(s)t, darf sich auf ein besonders glückreiches neues Jahr freuen.

Und da in diesem Jahr so vieles anders ist, gibt es hier noch ein paar weitere Ideen und Rituale – teils aus anderen Ländern -, die auf eine große Feier und Tatütata verzichten:

  • „Dinner for one“ schauen – ist ja ganz besonders aktuell!
  • Wachsgießen oder Kaffeesatzlesen – wir alle sind ja neugierig, was im neuen Jahr passieren wird.
  • In der Silvesternacht oder an Neujahr Linsen(suppe) zu essen, verspricht Glück im neuen Jahr – damit haben wir hier in Schwaben sicher kein Problem.
  • In Norddeutschland isst man zu Silvester bunt gefüllte Berliner. Darunter versteckt man auch einen mit Senffüllung. Eine oder einer in der Runde freut sich also besonders.
  • (Liebes-)Glücksbringer für das nächste Jahr soll auch sein, an Silvester rote Unterwäsche zu tragen.
  • Wie wäre es mit einem ruhigen Wohlfühlabend? Mit Dampfbad und Massageöl ganz entspannt ins neue Jahr.

Offenes Treffen der n*gruppe ONLINE

Frozen, Blossom, Bloom, Ripe, Head, Depend, Ice, Winter

Die Marbacher n*gruppe trifft sich zu ihrem letzten offenen Treffen in diesem Jahr, um ganz praktisch über Themen wie Ressourcenschonung, Müllvermeidung und Naturschutz zu sprechen und Ideen lokal vor Ort in die Tat umzusetzen.

Wir freuen uns sehr, wenn du Dich einbringen möchtest – bitte gerne mit Rückmeldung an info@n-gruppe.org, dass wir besser planen können. Vielen Dank!

Aus aktuellem Anlass treffen wir uns am 02.12.2020 um 19 Uhr ONLINE. Link bitte über info@n-gruppe.org erfragen – Danke (siehe auch unter Reiter „Termine“)

Tische gefällig?

Das Friedrich Schiller Gymnasium renoviert und bietet Tische zum Abholen an:

Charlotte macht einen Familienausflug

Das Marbacher Gemeinschaftslastenrad Charlotte war zwei Wochen in Familienhand. Die Hammers haben getestet, wie gut sich das Rad in den Familienalltag integrieren lässt – und berichten hier davon:

Neuer Unverpacktladen in Benningen

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So sprießen wie Pilze aus dem Boden – und das ist gut so! Nun gibt es auch einen Unverpacktladen in Benningen. Die Inhaber Maya und Ralf Esch kennen manche vielleicht schon vom Marbacher Wochenmarkt. Die beiden legen viel Wert auf Regionalität und Bürgerbeteiligung. Eine richtig schöne Sache, für die wir ganz viel Erfolg wünschen!

Mehr Infos unter www.heimathafen-projekt.de

Hochstammaktion

Die Stadt Marbach unterstützt beim Bäumepflanzen! Noch bis zum 24. November kann man sich im Rathaus melden, um finanziellen Zuschuss zu erhalten. Der Baum muss auf Marbacher Gemarkung gepflanzt werden.

Mehr Infos hier

Naschen auf dem Spaziergang – Hagebutte

Im Moment leuchten sie noch, die Früchte der Heckenrosen aus Hecken am Wald- und Wegesrand. Die Hagebutten, die noch keinen Frost bekommen haben, die noch fest sind, kann man einfach abzupfen, mit dem Fingernagel das schwarze Käppchen abzwicken und die Frucht öffnen. Die behaarten Samenkerne werden sorgfältig aus dem roten Fruchtfleisch ausgekratzt und man kann die rote Frucht frisch genießen. Sie schmeckt leicht säuerlich und zuerst mag man denken: so ein Aufwand für so ein bisschen Fruchtfleisch, aber: das hat’s in sich.

Der Vitamin-C-Gehalt ist unwahrscheinlich hoch (25g Fruchtfleisch decken den Tagesbedarf an Vitamin C), außerdem hat die Frucht Vitamin A, K, P und B-Vitamine, Pektin, Gerbstoffe und Carotinoide. Naschen kann sich also schnell lohnen für die Gesundheit zur Stärkung des Immunsystems.

Manch einer ist sich vielleicht nicht ganz sicher, ob die rote Frucht tatsächlich eine Hagebutte ist, denn manches leuchtet noch rot im Herbst. Ein Indiz für die Heckenrose sind die Stacheln, das heißt: sie kommen nicht wie die Dornen aus dem verholzten Stängel heraus, sondern sind eigenes Gewebe, das sich leicht abknicken lässt vom Stängel. Sollte die Pflanze noch Blätter haben, sind es immer unpaarig gefiederte, haben also oben ein einzelnes Abschlussblatt. Und innen drin schließlich, im Fruchtfleisch, sieht man, dass die Hagebutte eine Sammelfrucht ist mit vielen behaarten Samenkernen.

Wer aus selbstgesammelten Früchten zuhause Tee machen möchte, schneidet daheim Köpfchen und Stiel mit einem scharfen Messer ab und gibt die Früchte in einen Mixer. (Auch hier werden nur die harten Früchte genommen.) Die zerkleinerten Schalen und Kerne werden auf einem luftigen Tuch zum Trocknen ausgebreitet und ebenfalls luftig abgedeckt, bis sie ganz getrocknet sind. Sie sollten nicht anfangen können zu schimmeln, wenn man sie aufbewahrt. Beim Trocknen entsteht ein besonderer Geruch, der aber später so nicht mehr zu schmecken ist. 2 TL in einen Teepapierfilter gegeben und mit einem halben Liter kochendem Wasser übergossen ergibt einen feinen und insbesondere für Harnwege wohltuenden zartgelben Tee.

Ganz wichtig: Esst nur, was ihr sicher bestimmen könnt! Die Bestimmungsapps Flora incognita und Plantnet können dabei helfen – die Verantwortung liegt bei euch.

Bücherbrief Oktober

Einmal im Monat stellen wir hier die aktuellen Neuerwerbungen der Stadtbücherei Marbach vor, die sich rund um das Thema Nachhaltigkeit drehen – ob Müllvermeidung, Gartenarbeit, DIY oder soziale Themen. Wir freuen uns über zahlreiche Leserinnen und Leser.

  • Hecker, Frank und Hecker, Katrin: Meine Vogel Snackbar. Vogelfutter selber machen. – 2020
  • MacNeal, David: Planet der Insekten: Zu Besuch bei den wahren Herrschern der Erde. – 2020 (Audio, Onleihe)
  • Plöger, Sven: Zieht euch warm an, es wird heiß! Wie wir noch verhindern können, dass unser Wetter immer extremer wird. – 2020 (Audio, Onleihe)
  • Elzer-Peters, Katie: Regrow. Neue Ernte aus Gemüseresten. – 2019
  • Boué, Amélie: Natur pur – Seifen selber machen für Gesicht, Körper, Haare, Zähne, Rasur. – 2020 (Onleihe)
  • Bröckers, Mathias: Die ganze Wahrheit über alles. Wie wir unsere Zukunft doch noch retten können. – 2016 (Onleihe)
  • Bross-Burkhardt, Brunhilde: Gesunder Garten durch Mischkultur. Gemüse, Blumen, Kräuter, Obst: Altes Gartenwissen neu entdeckt. – 2019 (Onleihe)
  • Schäfter, Stefanie: Super Local Food. Gesund und nachhaltig essen: Faktencheck und Rezepte. – 2020 (Onleihe)
  • Schertl, Magdalena: Zero Waste Do it yourself. Mit einfachen DIY-Projekten im Alltag Müll vermeiden. – 2020 (Onleihe)
  • Schulz, Christoph: Plastikfrei für Einsteiger. – 2019 (Onleihe)
  • Witt, Olga: Zero Waste Baby. Kleines Leben ohne Müll. – 2019 (Onleihe)
  • Brachetti, Anna: Einfach nachhaltig Weihnachten. Umweltbewusst druch die Weihnachtszeit. – 2020

Jederzeit ausleihenswert: Der Film Tomorrow, eine Dokumentation über lokale Initiativen für eine klimagerechte Zukunft und – der Energiekostenmonitor, mit dem man Stromfresser im Haushalt entlarven kann.

Hier kommt Ihr direkt zum Stadtbücherei-Katalog, um die Bücher auszuleihen.

Saisonfinale im Mitmach-Garten

Am Sonntag hatten wir zum gemeinsamen Saisonfinale eingeladen. Es war eine fantastische Aktion im herbstschönen Mitmach-Garten. Es hat uns riesig gefreut, dass einige bekannte, aber auch viele neue Gesichter der Einladung gefolgt sind. Das Wetter hat mitgespielt und aufgrund der vielen Helfer konnten wir fast alles erledigen, um den Garten in die Winterruhe zu schicken. Ein paar nötige Reparaturen mussten vorgenommen werden, die Holzhackschnitzel wurden zwischen den Beeten verteilt und eine neue Schautafel informiert ab sofort am Wegesrand über Neuigkeiten im Garten.

Die meisten Gemüsebeete sind mit dem Heu von der Wiesenfläche abgedeckt – so hält sich die Feuchtigkeit im Boden und Nährstoffe werden dort zugegeben wo wir sie nächstes Jahr wieder benötigen. Ein ganzes Beet haben wir mit Knoblauchzwiebeln bestückt, dort können wir im Sommer 2021 dann hoffentlich jede Menge leckeren Knobi ernten.Die Marbacher Zeitung war vor Ort und hat wie wir finden einen sehr schönen Artikel über unsere Aktion geschrieben. Er zeigt wunderbar, dass der Mitmach-Garten neben dem Anbau von Biogemüse und dem Beitrag zum Naturschutz ein Ort ist, an den die Menschen gerne kommen, weil sie die gute Gemeinschaft schätzen.

Vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben und hoffenlich bis bald im Mitmach-Garten – Marbach.

Bericht: Marco Kraft