Der virutelle Leihladen startet!

Mit dem Virtuellen Leihladen wollen wir die Marbacher Schätze in Kellern, Dachböden und Zimmerecken sichtbar und nutzbar machen. Wir leihen uns gegenseitig aus, was eh schon da ist. Jeder kann einen Eintrag erstellen lassen und jede eine Anfrage an die Besitzer stellen. Drehpunkt und Vermittlungsstelle ist die n*gruppe.

Los geht’s!

Fairliebt in Marbach

Die Valentinstagsaktion war ein voller Erfolg. Und weil immer noch alle ganz verliebt in Marbach sind, wird die Idee erneut aufgegriffen: Diesmal bietet die Marbacher Fairtrade-Gruppe gemeinsam mit dem Stadtmarketing eine Tasche zum Kauf an – voll gepackt mit fairen Produkten von ortsansässigen Geschäften. So wird nicht nur der lokale, sondern auch der faire Handel gestärkt. Mit der Aktion wird auch gefeiert, dass Marbach als fairtrade-Stadt rezertifiziert wurde. Wie die Bestellung funktioniert seht ihr im verlinkten Artikel. Liebt mit!

Feuerwerk-Alternativen

Vorneweg: Eine Alternative, die genauso viel Krach und Rauch macht wie die bekannten Feuerwerksraketen und -böller, gibt es nicht! Aber genau das wollen wir ja der Um- und Mitwelt zuliebe vermeiden. Das Feuerwerk soll dem Heidentum nach mit Krach und Getöse böse Geister vertreiben. Dabei hat das Böllern selbst so viele schlechte Auswirkungen, dass man es durchaus als bösen Geist bezeichnen könnte. Wir sollten versuchen, andere, leisere und ökologisch vertretbare Rituale zu (er)finden. Was uns am Wichtigsten erscheint sind doch zuletzt: Herzklopfen, Vorfreude, Überraschung, aber auch Nachdenken und Besinnlichkeit.

Hier ein paar Ideen:

  • Tischfeuerwerk, Konfettikanonen und Knalltüten: Beim gekauften Tischfeuerwerk knallen aus kleinen „Spaßbomben“ Luftschlagen, Figuren und andere Partyelemente heraus. Eine Bastelanleitung für selbstgemachte Konfettikanonen und Knalltüten gibt es hier. Da auch Papier nicht einfach in der Umwelt landen sollte, bitte nur drinnen benutzen.
  • Fliegendes Wunschpapier: Eine schöne Alternative zu Himmelslaternen sind die „Flying Wish Papers„. Die mit einem Wunsch versehenen Zettel werden angezündet und verglühen beim Aufsteigen so schnell, dass unter Beachtung der Anleitung auch in Innenräumen keine direkte Brandgefahr besteht.
  • Schwedenfeuer, Feuerkorb und Fackeln: Sicher aufgestellt sorgen die Feuerstellen für eine besondere Atmosphäre. Wirft man Kastanien hinein, entstehen Knister- und Knalleffekte, da die Früchte zerplatzen. Lichtfreude bringen auch Fackeln, wie diese selbst gebastelte Harzfackeln aus Harz und Kiefernzapfen.
  • Dosenlaternen und Lichterschau: Eine alte Konservendose mit einem Lochmotiv versehen und ein Licht hineingestellt – schon entstehen schöne Lichteffekte an der Wand – oder bei einer Nachtwanderung. Eine Anleitung dazu gibt es hier. Wer es professioneller mag, kann zu einem Sternen- oder Lichtershowprojektor greifen (am besten nach einem gebrauchten Ausschau halten). Für eine kommunal organisierte Lichter- oder Lasershow können wir uns als Bürgerinnen und Bürger auf politischer Ebene stark machen.
  • Korkenknall und Bierplopp: Bier und Sekt knallen auch! Achtet beim Kauf des Schaumweins auf einen echten Korkverschluss. Durch den Vormarsch der Plastik- oder Drehverschlüsse nämlich gerät eine der ältesten Kulturlandschaften Europas unter Druck: die Korkeichenwälder im Mittelmeerraum. Sie sind Lebensraum vieler bedrohter Arten. Aufgrund der gesunkenen Nachfrage steigt man dort aber auf Eukalyptus- und Pinienplantagen um, die die Ausbreitung der Wüste befördern (Quelle: WWF). Die geknallten Korken sollte man an Sammelstellen in der Nähe abgeben.
  • Lichtmalerei: Sobald es dunkel ist, kann die Kamera auf Langzeitbelichtung gestellt und mit einer Taschenlampe oder einer anderen Lichtquelle Motive in die Luft gezeichnet werden.
  • Krach und Stille: Um Mitternacht auf Töpfe schlagen, selbst gebastelte Konservendosen-Rasseln schwingen, Tröten tröten, alle Freude heraus- und Wut wegschreien, gemeinsam singen! Bereite das Abspielen deines Lieblingslieds so vor, dass genau um 00:00 Uhr der Refrain ertönt, um ihn mitzugrölen.
    Oder stell dir vor, man könnte die Kirchenglocken läuten hören. In Spanien gibt es die Tradition, zu jedem der zwölf Glockenschläge eine Weintraube zu essen. Wer so schnell is(s)t, darf sich auf ein besonders glückreiches neues Jahr freuen.

Und da in diesem Jahr so vieles anders ist, gibt es hier noch ein paar weitere Ideen und Rituale – teils aus anderen Ländern -, die auf eine große Feier und Tatütata verzichten:

  • „Dinner for one“ schauen – ist ja ganz besonders aktuell!
  • Wachsgießen oder Kaffeesatzlesen – wir alle sind ja neugierig, was im neuen Jahr passieren wird.
  • In der Silvesternacht oder an Neujahr Linsen(suppe) zu essen, verspricht Glück im neuen Jahr – damit haben wir hier in Schwaben sicher kein Problem.
  • In Norddeutschland isst man zu Silvester bunt gefüllte Berliner. Darunter versteckt man auch einen mit Senffüllung. Eine oder einer in der Runde freut sich also besonders.
  • (Liebes-)Glücksbringer für das nächste Jahr soll auch sein, an Silvester rote Unterwäsche zu tragen.
  • Wie wäre es mit einem ruhigen Wohlfühlabend? Mit Dampfbad und Massageöl ganz entspannt ins neue Jahr.

Neuer Unverpacktladen in Benningen

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So sprießen wie Pilze aus dem Boden – und das ist gut so! Nun gibt es auch einen Unverpacktladen in Benningen. Die Inhaber Maya und Ralf Esch kennen manche vielleicht schon vom Marbacher Wochenmarkt. Die beiden legen viel Wert auf Regionalität und Bürgerbeteiligung. Eine richtig schöne Sache, für die wir ganz viel Erfolg wünschen!

Mehr Infos unter www.heimathafen-projekt.de

Einfach selbstgemacht

Hier die Rezepte zu unserer Plastikfrei-Präsentation:

Bad-Reiniger
150 ml Essig, 50 ml Spüli und 5 EL Zitronensäure mischen – und fertig.

Deo-Roller
1 TL Speisestärke in 60 ml Wasser erhitzen und abkühlen lassen. 1 TL Natron und 5-10 Tropfen ätherisches Öl zugeben und mischen. In einen leeren Deoroller füllen – und fertig.

Scheuermilch
100 g Speisestärke, 1 TL Natron und 20 g Zitronensäure mischen – und fertig.

WC Tabs
150 g Natron, 50 g Zitronensäure, etwas ätherisches Öl. Alles ganz leicht befeuchten, wie nasser Sand. Masse in kleine Formen pressen, trocknen lassen und in WC-Tab-Halterung geben.

Trockenshampoo
1 Teil Speisestärke, 1 Teil Backkakao mischen und auf den Haaransatz auftragen. Etwas ausstreichen – und fertig (nur für braunes Haar geeignet).

Puderzucker
Normalen Zucker im Standmixer (o.ä.) durchmixen – und fertig.

Vanillezucker
Ganze Vanilleschote in ein Glas mit normalem Zucker geben – und fertig.


Efeu-Waschmittel

Manchmal liegt das Gute so nah. Oder wächst. Zum Beispiel Efeu. Aus dem kann man nämlich einfach und schnell Waschmittel herstellen. So erspart man der Umwelt überflüssige Chemikalien und entlastet Kläranlagen. Wir haben bereits gute Erfahrungen gemacht und wollen sie gerne teilen!

13 Gramm Ei

Eine neue Studie zeigt, was wir eigentlich schon wissen: Wir, hier, sollten viel weniger Fleisch und viel mehr Gemüse essen. Für unser Wohlergehen auf diesem Planeten. Ein schöner, knapper Artikel in der ZEIT darüber > hier.

MÜLLweg!

Es gibt eine App, deren Name ist Programm. Sie heißt MÜLLweg! und sie macht Müll weg. Indem sie nämlich die Möglichkeit biete, eine kostenlose Müll-Meldung zu erstellen. Das heißt, man geht gemütlich spazieren, trifft auf wilden Müll, ärgert sich, aber nur kurz, zückt das Handy (oder klappt zuhause den Laptop auf) und meldet den Fund. Die zuständige Behörde kann mit der App ermittelt und benachrichtigt werden. Und beim nächsten Spaziergang hat man dann hoffentlich keinen Müllweg mehr.

Besuch in der Wildpflanzen-Gärtnerei Strickler

Ein Bericht von Marco Kraft

Seit einigen Jahren gestalte ich meinen Garten naturnah.
Naturgärten sind für mich Orte, an denen man die Natur beobachten kann, viele Tiere einen Lebensraum finden können und sowohl der Mensch als auch die Natur davon profitieren. Ein Ort, an dem man träumen kann, der einen im wahrsten Sinne des Wortes erdet. Solche Orte sind wichtig in der heutigen Welt, in der alles schnelllebig und hektisch ist.

Das wichtigste Element im Naturgarten sind natürlich heimische Wildpflanzen.

Doch wo bekomme ich die her? Und das am besten noch in Bio-Qualität ?

Also hab ich mich mal auf den Weg gemacht und mir so eine Wildpflanzen-Gärtnerei genauer angeschaut, ich wollte einfach wissen wie es dort aussieht, wie dort gearbeitet wird und wo meine Pflanzen herkommen, die ich bisher bequem mit der Post zugeschickt bekommen habe.

Das Areal der Gärtnerei Strickler, das ich besucht habe, ist mit seinen vielen natürlichen Strukturen naturnah gestaltet. Trockenmauern, schöne Totholzecken und heimische Hecken die Unterschlupf und Lebensraum für vielerlei Nützlinge bieten. Ein kleiner Bach schlängelt sich durch das Gelände. Um diese Jahreszeit kann man nur erahnen wie es hier im Sommer blüht, die Schmetterlinge flattern und die Wildbienen hier Lebensraum finden.

 

Wildpflanzen-Gärtnereien sind rar gesät in Deutschland, die Gärtnerei Strickler ist eine davon und darf sich „Fachbetrieb für Naturnahes Grün – empfohlen von Bioland“ nennen.
Nach strengen Standards wird hier ökologisch gearbeitet.

  • „Unkraut“ wird von Hand gejätet
  • Lückenlose Herkunftsnachweise für mindestens 70% der angebotenen Wildpflanzen und Wildsamen
  • Keine Verwendung von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut
  • Vermehrung der Pflanzen unter Berücksichtigung und Erhalt der genetischen Vielfalt
  • Verwendung torffreier bzw. torfreduzierten Substraten – konventionelle Gärtnereien verwenden Substrate aus 100% Torf. Torf ist ein endlicher Rohstoff, der irgendwann
    zur Neige gehen wird. Vor allem werden durch den Torfabbau wichtige
    Lebensräume/Moore zerstört und viel CO² freigesetzt, was natürlich auch
    für die Klimaerwärmung verantwortlich ist.
  • Verwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln, Düngern und Bodenverbesserungsmitteln entsprechend den aktuellen Bioland- Positivlisten
  • Verwendung von ausschließlich mitteleuropäischen Holzarten (z. B. Lärche, Eiche, Buche, Robinie, Douglasie, Edelkastanie) – keine Verwendung von Tropenhölzern
  • umweltschonende Biostandards werden im gesamten Betrieb verlangt, z.B. Kompostierung, Bodenverbesserung, Düngung, Pflanzenbehandlungsmittel, Verpackung, Wasser und Energieverbrauch

    Das sind viele Argumente warum ich aus Überzeugung dort robuste Pflanzen kaufe, die ein Großteil meines Gartens schmücken.
    Was nicht heißt dass ich mich nicht gelegentlich dazu hinreißen lasse, bei der örtlichen Baumschule das ein oder andere zuzukaufen um den regionalen Handel zu unterstützen.

    Es hat viel Spaß gemacht in Alzey. Wer seinen Garten naturnah gestalten möchte, dem kann ich einen Besuch in dieser Gärtnerei nur ans Herz legen – im Sommer bestimmt noch schöner als Anfang März.

Torf gehört ins Moor

… meint der NABU – und wir schließen uns an. Jetzt, wo die (Mitmach-)Garten-Saison beginnt, kauft das ganze Volk Erde. Wichtig ist, darauf zu achten, dass sie kein Torf enthält, denn Torf entsteht im Moor. Für einen Meter Torf vergehen läppische tausend Jahre – zerstört ist es jedoch im Nu. Wer auf torffreie Erde (nein, ‚torfreduziert‘ oder ‚torfarm‘ reicht nicht!) setzt, der

* betreibt Artenschutz, denn Moore sind Lebensraum von zahlreichen bedrohten Pflanzen und Tieren
* betreibt Klimaschutz, denn Moore binden eine große Menge an Kohlendioxid
* sorgt für gesünderen und nährstoffreicheren Boden im eigenen Garten

Hier gibt es eine Übersicht über Bezugsstellen von torffreier Erde im Landkreis Ludwigsburg. Und hier die Broschüre, aus der obige Infos entnommen sind – danke an den NABU, der das alles zusammengestellt hat.