MÜLLweg!

Es gibt eine App, deren Name ist Programm. Sie heißt MÜLLweg! und sie macht Müll weg. Indem sie nämlich die Möglichkeit biete, eine kostenlose Müll-Meldung zu erstellen. Das heißt, man geht gemütlich spazieren, trifft auf wilden Müll, ärgert sich, aber nur kurz, zückt das Handy (oder klappt zuhause den Laptop auf) und meldet den Fund. Die zuständige Behörde kann mit der App ermittelt und benachrichtigt werden. Und beim nächsten Spaziergang hat man dann hoffentlich keinen Müllweg mehr.

Besuch in der Wildpflanzen-Gärtnerei Strickler

Ein Bericht von Marco Kraft

Seit einigen Jahren gestalte ich meinen Garten naturnah.
Naturgärten sind für mich Orte, an denen man die Natur beobachten kann, viele Tiere einen Lebensraum finden können und sowohl der Mensch als auch die Natur davon profitieren. Ein Ort, an dem man träumen kann, der einen im wahrsten Sinne des Wortes erdet. Solche Orte sind wichtig in der heutigen Welt, in der alles schnelllebig und hektisch ist.

Das wichtigste Element im Naturgarten sind natürlich heimische Wildpflanzen.

Doch wo bekomme ich die her? Und das am besten noch in Bio-Qualität ?

Also hab ich mich mal auf den Weg gemacht und mir so eine Wildpflanzen-Gärtnerei genauer angeschaut, ich wollte einfach wissen wie es dort aussieht, wie dort gearbeitet wird und wo meine Pflanzen herkommen, die ich bisher bequem mit der Post zugeschickt bekommen habe.

Das Areal der Gärtnerei Strickler, das ich besucht habe, ist mit seinen vielen natürlichen Strukturen naturnah gestaltet. Trockenmauern, schöne Totholzecken und heimische Hecken die Unterschlupf und Lebensraum für vielerlei Nützlinge bieten. Ein kleiner Bach schlängelt sich durch das Gelände. Um diese Jahreszeit kann man nur erahnen wie es hier im Sommer blüht, die Schmetterlinge flattern und die Wildbienen hier Lebensraum finden.

 

Wildpflanzen-Gärtnereien sind rar gesät in Deutschland, die Gärtnerei Strickler ist eine davon und darf sich „Fachbetrieb für Naturnahes Grün – empfohlen von Bioland“ nennen.
Nach strengen Standards wird hier ökologisch gearbeitet.

  • „Unkraut“ wird von Hand gejätet
  • Lückenlose Herkunftsnachweise für mindestens 70% der angebotenen Wildpflanzen und Wildsamen
  • Keine Verwendung von gentechnisch verändertem Saat- und Pflanzgut
  • Vermehrung der Pflanzen unter Berücksichtigung und Erhalt der genetischen Vielfalt
  • Verwendung torffreier bzw. torfreduzierten Substraten – konventionelle Gärtnereien verwenden Substrate aus 100% Torf. Torf ist ein endlicher Rohstoff, der irgendwann
    zur Neige gehen wird. Vor allem werden durch den Torfabbau wichtige
    Lebensräume/Moore zerstört und viel CO² freigesetzt, was natürlich auch
    für die Klimaerwärmung verantwortlich ist.
  • Verwendung von Pflanzenbehandlungsmitteln, Düngern und Bodenverbesserungsmitteln entsprechend den aktuellen Bioland- Positivlisten
  • Verwendung von ausschließlich mitteleuropäischen Holzarten (z. B. Lärche, Eiche, Buche, Robinie, Douglasie, Edelkastanie) – keine Verwendung von Tropenhölzern
  • umweltschonende Biostandards werden im gesamten Betrieb verlangt, z.B. Kompostierung, Bodenverbesserung, Düngung, Pflanzenbehandlungsmittel, Verpackung, Wasser und Energieverbrauch

    Das sind viele Argumente warum ich aus Überzeugung dort robuste Pflanzen kaufe, die ein Großteil meines Gartens schmücken.
    Was nicht heißt dass ich mich nicht gelegentlich dazu hinreißen lasse, bei der örtlichen Baumschule das ein oder andere zuzukaufen um den regionalen Handel zu unterstützen.

    Es hat viel Spaß gemacht in Alzey. Wer seinen Garten naturnah gestalten möchte, dem kann ich einen Besuch in dieser Gärtnerei nur ans Herz legen – im Sommer bestimmt noch schöner als Anfang März.

Torf gehört ins Moor

… meint der NABU – und wir schließen uns an. Jetzt, wo die (Mitmach-)Garten-Saison beginnt, kauft das ganze Volk Erde. Wichtig ist, darauf zu achten, dass sie kein Torf enthält, denn Torf entsteht im Moor. Für einen Meter Torf vergehen läppische tausend Jahre – zerstört ist es jedoch im Nu. Wer auf torffreie Erde (nein, ‚torfreduziert‘ oder ‚torfarm‘ reicht nicht!) setzt, der

* betreibt Artenschutz, denn Moore sind Lebensraum von zahlreichen bedrohten Pflanzen und Tieren
* betreibt Klimaschutz, denn Moore binden eine große Menge an Kohlendioxid
* sorgt für gesünderen und nährstoffreicheren Boden im eigenen Garten

Hier gibt es eine Übersicht über Bezugsstellen von torffreier Erde im Landkreis Ludwigsburg. Und hier die Broschüre, aus der obige Infos entnommen sind – danke an den NABU, der das alles zusammengestellt hat.

WEtell – Crowdfunding für neuen Mobilfunk

WEtell ist der erste faire und umweltfreundliche Mobilfunkanbieter in Deutschland. Okay, noch nicht ganz. Aber nach der Crowdfundingkampagne hoffentlich! WETell setzt auf Klimaschutz, Datensparsamkeit und Transparenz.  Bis zum 31.03.2019 mitmachen und endlich grünfunken!

 

Verschwendungs-Fasten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und foodsharing laden dazu ein, Lebensmittelverschwendung zu fasten – und das geht so:

  • in der Fastenzeit, 6. März bis 20. April 2019, alle Abfälle, die eigentlich noch essbar gewesen wären, sammeln, wöchentlich wiegen und fotografieren – das schärft das Bewusstsein und zeigt, wo man sein Konsumverhalten ändern kann
  • als Unterstützung dazu senden die DUH und foodsharing bis Ende der Fastenzeit hilfreiche E-Mails mit vielen Tipps, Videos und Aufgaben rund um die Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Unter allen FasterInnen werden nachhaltige Schneidebrettchen verlost. Viel wichtiger aber ist wohl der Zugewinn an Wissen, die Möglichkeit zur bewussten Verhaltensänderung und die aktive Mithilfe gegen die durch Lebensmittelverschwendung mitverursachte Klimakatastrophe.

 

Naturverträgliche regionale Produkte im Landkreis Ludwigsburg

Der NABU hat eine Übersicht über Verkaufsstellen im Kreis Ludwigsburg zusammengestellt, deren Inhaberinnen den Naturschutz groß schreiben. Gutes aus der Region, hier verlistet:

 

Selbstgemachte Hafermilch

Die Empfehlung des Tages: eine leckere, vegane Hafermilch aus Haferflocken. Blitzschnell zubereitet und gut portionierbar!

Ohne Plapla

Eine wunderbare Nachricht zum Jahresbeginn: In Ludwigsburg wird es in Kürze einen Unverpackt-Laden geben! In der Lindenstraße 2 eröffnet „Ohne Plapla“ – Taten statt Gerede, verpackungslos statt Plastik. Wir freuen uns!

Hier der Bericht in der Stuttgarter Zeitung.

Wo, Tannenbaum…

… wo, Tannenbaum,
kann ich dich öko kaufen?

Die Umweltschutzorganisation Robin Wood hat eine Liste mit Verkaufsstellen von Weihnachtsbäumen erstellt, die aus ökologischer Waldwirtschaft stammen. Gute Sache!

Hier gehts zur Liste.