Wespenspinne (Argiope bruennichi)

Name: Wespenspinne (Argiope bruennichi)
Ort: Mitmach-Garten Marbach
Datum: 10. September 2019
Anzutreffen: Mai – Oktober

Die Wespenspinne ist eine ungefährliche Spinnenart. Die Größe der Weibchen kann durchaus respekteinflößend sein, die Zeichnung, die sehr an die der Wespen erinnert, verstärkt diesen Eindruck noch. Es handelt sich hierbei aber um eine sehr friedliche, beißunlustige Art, deren Gift darüber hinaus harmlos für den Menschen ist.
Wespenspinnen ernähren sich von verschiedenen Insekten, bevorzugt von Heuschrecken. Dazu bauen sie in Bodennähe ein annähernd senkrechtes Radnetz.
Die Wepenspinne bewohnt vorzugsweise sonnige Standorte mit halbhoher Vegetation und dichter Heuschrecken-Population.
Jungspinnen sind etwa ab Mai zu finden, erwachsene Tiere von Juli – August, Weibchen bis in den Oktober hinein.
Bis vor wenigen Jahrzehnten war sie fast ausschließlich im Mittelmeergebiet anzutreffen, heute ist sie in Mitteleuropa schon weit verbreitet und dringt immer weiter nach Norden vor.
Sie profitiert vom Klimawandel.

Unser Tipp: Keine Kreiselmäher benutzen um die Nahrzngsgrundlage dieser schönen Spinne zu erhalten, beim Mähen auch immer daran denken, etwas stehen zu lassen.

Heidespanner (Ematurga atomaria)

Name: Heidespanner (Ematurga atomaria)
Ort: Hortus lacerta agilis (Naturgarten Marbach)
Datum: 23. Juli 2019
Anzutreffen: April – September

Die tagaktiven Falter fliegen von April bis in den Spätsommer. In einigen Verbreitungsgebieten kann es dabei zu zwei Generationen im Jahr kommen. Sie sind langsame und wenig ausdauernde Flieger. Ihr Flug wirkt recht plump. Die Raupen ernähren sich meist von Heidekraut, Wicke, verschienden Kleearten sowie von Beifuß. Die fertigen Falter ernähren sich vom Nektar blütentragender Pflanzen. Der Falter sitzt in der niederen Vegetation und wird beim Durchstreifen dieser sehr oft aufgescheucht.

Unser Tipp: Blütenreiche heimische Wildpflanzen im Garten anpflanzen und seltener mähen.

Braune Tageule (Euclidia glyphica)

Name: Braune Tageule (Euclidia glyphica)
Fundort: am Marbacher Krankenhaus in der Wiese
Datum: 22. Juli 2019
Anzutreffen: April – August

Ein kleiner Falter, der formal gesehen zu den Nachtfaltern gehört. Die Braune Tageule ist allerdings nur am Tage aktiv.
Man findet sie meist an Wald- und Wegrändern, auf Feuchtwiesen und Magerrasen sowie in größeren, naturbelassenen Gärten und Parks. Die Falter fliegen von Ende April bis August und bilden zwei Generationen. die Raupen ernähren sich von Rotklee, gewöhnlichen Hornklee, Luzerne, Wiesen-Platterbse und Vogelwicke.

Unser Tipp: Klee im Garten auch mal stehen lassen und reichlich Nektarpflanzen anbieten.

Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)

Name: kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas)
Fundort: Hortus lacerta agilis (Naturgarten Marbach)
Datum: 3. Juli 2019
Anzutreffen: März – Oktober

Obwohl der Kleine Feuerfalter zu den Bläulingen gehört, ist er doch eher orange als blau gefärbt. In Deutschland kann man ihn vom Frühjahr bis in den Herbst hinein beobachten. Er bildet bis zu vier Generationen im Jahr. Die wichtigsten Nahrungspflanzen für die Raupen des Kleinen Feuerfalters sind verschiedene Ampferarten. Der Kleine Sauerampfer wird besonders gern genutzt.
Erwachsene Falter suchen unterschiedliche Blüten zum Trinken von Nektar auf. Beliebte Nektarpflanzen sind Rainfarn, gewöhnlicher Dost, Thymian, Wasserdost.

Unser Tipp: Rainfarn ist ein toller Spätblüher der nicht nur dem Feuerfalter hilft, sondern auch für andere Insekten wertvoll ist.

Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)

Name: Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)
Fundort: Hortus lacerta agilis (Naturgarten Marbach)
Datum: 1. Juli 2019
Anzutreffen: Mai bis Oktober

Ein echter Riese unter den Heuschrecken. Das Grüne Heupferd mag Offenland fast aller Art. Nur zu feucht und zu kühl sollte es nicht sein. Heupferde sind daher auch auf Wiesen, an Äckern, in Gärten und Parks zu finden. Währen die jungen Heupferde sich eher in niedriger Vegetation aufhalten, zieht es viele ausgewachsene Heupferde im Laufe des Sommers immer höher hinauf in Sträucher und Bäume. Es knabbert zwar gelegentlich an weichen Pflanzenteilen, hauptsächlich ist es aber Insektenjäger und -fresser. Damit ist auch schon die Frage beantwortet, ob Heupferde denn eher schädliche oder nützliche Tiere sind: Für Blattläuse (Lieblingsnahrung), Käferlarven, Fliegen und kleine Heuschrecken ist das Heupferd sehr schädlich, was manche Menschen wiederum recht nützlich finden. So gemächlich Heupferde scheinen, für den Nahrungserwerb nutzen sie auch ihre enorme Sprungkraft und erbeuten so Kleintiere, die sie mit den Vorderbeinen festhalten. Sie werden auch als die „Löwen der Wiese“ bezeichnet. Man kann sie schon von Weitem „zirpen“ hören. Das Weibchen legt mehrere hundert Eier ab, deren Entwicklung einige Jahre dauern kann.

Unser Tipp: seltener Mähen und statt mit Kreiselmähern die Sense, Sichel oder einen Balkenmäher verwenden. Dann haben die Heupferde eine Chance, in der Wiese zu überleben.

Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea)

Name: Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea)
Fundort: Hortus lacerta agilis (Naturgarten Marbach)
Datum: 20. Juni 2019
Anzutreffen: Mai bis Oktober

Die Zaunrüben-Sandbiene ist etwas kleiner und schlanker als die Honigbiene und fliegt zu der Zeit, zu der die Zaunrübe blüht – von Mai bis Oktober. Sie ist genau auf diese Pflanze spezialisiert und füllt ihre Brutröhren, die sie gerne in Gesellschaft im Boden an offenen Stellen anlegt, mit dem Pollen der Zaunrübenblüte. Wenn es keine Zaunrübe mehr gibt, gibt es also auch keine Zaunrüben-Sandbiene mehr.

Unser Tipp: eine Zaunrübe als Kletterpflanze in den Garten pflanzen und am Gartenschupppen oder Zaun hochranken lassen, um diese schöne und nützliche Wildbiene zu fördern.

Distelfalter (Vanessa cardui)

Name: Distelfalter (Vanessa cardui)
Fundort: Hortus lacerta agilis (Naturgarten Marbach)
Datum: 19. Juni 2019
Anzutreffen: Mai bis Juli und September bis Oktober

Beim Distelfalter handelt es sich um eine Wanderfalterart, die weite Strecken zurücklegen kann.

In Europa sind sie nur in den heißen Mittelmeergebieten dauerhaft beständig; im restlichen Südeuropa benötigt die Art mehrere
aufeinanderfolgende Jahre mit guten Bedingungen, um zeitweise beständig zu sein. Sie leben in trockenem Gelände, wie z. B. auf Trockenrasen, man findet sie aber nahezu überall in großer Zahl, wo Disteln wachsen.

In Europa fliegen die Falter von Mai bis Juli ein. Sie bilden dann je nach Klima bis zu zwei Generationen aus, die von Juli bis August und von September bis Oktober fliegen.

Die Raupen der Falter ernähren sich vor allem von Brennesseln, Disteln, aber auch von Malven und Flockenblumen.

Unser Tipp: Brenesseln auch mal stehen lassen, nicht jede Distel rausreißen und für genügend Blühpflanzen sorgen. Hier auf den Fotos hat er sich minutenlang an der roten Spornblume aufgehalten.

Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

Name: Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
Fundort: Hortus lacerta agilis (Naturgarten Marbach)
Datum: 15. Juni 2019
Anzutreffen: ganzjährig

Das Taubenschwänzchen fliegt wie ein kleiner Kolibri mehrere hundert Blüten in der Stunde an. Es gehört zu den tagaktiven Nachtfaltern und kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Das Taubenschwänzchen profitiert von der Klimaerwärmung und ist dadurch auch immer häufiger im Norden Deutschlands zu sehen.
In milden Regionen überwintert der Schmetterling mittlerweile in Deutschland. Seine Raupen ernähren sich z. B. vom echten Labkraut (Galium verum). Da die Taubenschwänzchen als Falter überwintern, kann man sie sowohl im Frühjahr als auch später, wenn die Tiere über das Mittelmeer Richtung Deutschland fliegen, bei sonnigem Wetter das ganze Jahr beobachten.

Unser Tipp:Nektarreiche Pflanzen für Schmetterlinge anbieten, z. B. Karthäusernelke oder rote Spornblume. Zusätzlich für Raupenfutterpflanzen sorgen z.B. echtes Labkraut (Galium verum).

Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae)

Name: Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae)
Datum: 9. Juni 2019
Fundort: Hortus lacerta agilis (Naturgarten Marbach)
Anzutreffen: April bis Oktober
Besonderheit: Wildbiene des Jahres 2018

Sehr interessant ist das Brutverhalten. Mehrere Weibchen überwintern gemeinsam im „Mutternest“, doch im Frühjahr legt nur eines davon Eier. Die anderen Weibchen helfen bei der Versorgung der Larven. Ehe aber die fertigen Bienen schlüpfen, werden die Hilfsarbeiterinnen vertrieben und gründen eigene Nester – die sie dann alleine versorgen. So ergeben sich mehrere Generationen im Jahr und man kann die hübschen Bienen in klimatisch begünstigten Gebieten von April bis Oktober antreffen.

Bei der Auswahl ihres Nistplatzes achtet diese Art besonders auf trockene und warme Standorte wie Sand- oder Lehmgruben und nistet wie die meisten Wildbienen im Boden. Sie ernährt sich von verschiedenen Korbblütern. Hier ist sie auf dem Wiesen-Pippau und der Scabiosen-Flockenblume gefunden worden.

Streifenwanze (Graphosoma lineatum)

Name: Streifenwanze (Graphosoma lineatum)
Datum: 9. Juni 2019
Fundort: König-Wilhelm-Platz
Anzutreffen: Mai bis Oktober

Wunderschön, giftig und für andere Tiere als Nahrung ungenießbar.

Die Streifenwanze findet man meist in sonnigwarmen Wiesen und Hängen. Leicht zu entdecken sind die auffällig gefärbten Tiere auf ihren Futterpflanzen wie z.B. Wilder Möhre und anderen Doldenblütern, dort saugt sie Pflanzensäfte ohne die Pflanzen zu schädigen. Die Gemeine Streifenwanze ist auf das Saugen von Pflanzensäften bei Doldenblütlern spezialisiert. Man kann sie von Mai bis Oktober entdecken.

Unser Tipp: Wilde Möhre, Schafgarbe und andere Doldenblütler im Garten einpflanzen.