Herbstaktion im Mitmach-Garten

Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu. Die Gruppe rund um den Marbacher Mitmach-Garten kam deshalb heute noch einmal zusammen, um bei Kaffee, Snacks und netten Gesprächen den Garten winterfest zu machen. Es wurden Beete freigeräumt, die verschlungenen Wege der Kürbispflanze ergründet, letzte Aussaaten gemacht und Tomaten geerntet, die nun zum Nachreifen auf die Fensterbank umziehen. Sogar die Holz-Biene hat mitgeholfen.

Raum ist in der kleinsten Hütte

Die Hütte steht! Wir freuen uns sehr darüber, dass wir nun ein kleines, aber feines Gerätehäuschen im Mitmach-Garten haben, in das wir Werkezuge unterstellen können und mit dem wir auch Regenwasser auffangen wollen. Wer noch neue alte Gartengeräte hat, die er nicht mehr braucht – wir freuen uns über Spenden!

Herbstfinale im Mitmach-Garten

Schön bis in den Herbst – der Mitmach-Garten lädt zur vorerst letzten öffentlichen Gemeinschaftsaktion in diesem Jahr ein. Am 14. November um 13 Uhr sind alle Herbstgärtner herzlich eingeladen, vorbeizukommen und den Garten winterfest zu machen. Ob Nistkästen reinigen, die letzten Kürbisse aufspüren oder Beete abdecken – gemeinsam wird wieder Struktur in den Garten gebracht, bevor sich der Boden eine Auszeit gönnen kann. Wer Handschuhe hat, sollte diese mitbringen, es sind aber keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Der Mitmach-Garten freut sich über zahlreiche Helfer, denn gemeinsam macht das Werkeln doppelt Spaß. Bei starkem Regen findet die Veranstaltung nicht statt.

Unser Gartenjahr

Wir freuen uns sehr über den tollen Einsatz im letzten Jahr! Wir danken allen, die den Mitmach-Garten unterstützen, die ihre Zeit investieren, die sich Gedanken machen, ab und zu vorbeischauen, die Tomaten ausgeizen, Beeren naschen und sich an den Schmetterlingen erfreuen, die durch den Mitmach-Garten gaukeln.

Dieses Jahr war eine Zeit, in der wir trotz schwieriger Umstände einige Erfolgserlebnisse hatten. Die Nistkästen waren fast alle belegt und es wurden einige Kohlmeisenbabys geboren🐣. Von einer Expertin der Eulenschutz-AG haben wir prüfen lassen, ob wir auch dem gefährdeten Steinkauz eine Kinderstube anbieten können, leider hat sich das Gelände jedoch nicht geeignet. Dafür aber gab es eine andere spannende Anschaffung: Heuböcke zieren nun den oberen Teil der Wiese und dienen als Zwischenspeicher für unseren Wiesenschnitt. Der liegt so nicht auf dem Boden, was dafür sorgt, dass die Wiese abmagert, was eine Bedingung für Pflanzenvielfalt ist.

Die Zucchinis🥒 waren lecker und sogar Feigen gab es in diesem Jahr. Ein großer Scheck wurde uns überreicht, mit dem wir einen Schaukasten aufstellen konnten, um vor Ort zu informieren und noch mehr Menschen zum Mitmachen zu inspirieren. Unser Blühstreifen war ein echter Hingucker und ein kleines Eldorado für alles was summt, brummt und flattert. Ebenso farbenfroh ist seit diesem Jahr das bisher unansehnliche Stromhäuschen unterhalb des Mitmach-Gartens. Er wurde Dank des großen Einsatzes der Ehrenamtsbeauftragten der Stadt Marbach von Schülerinnen mit schönen Motiven, passend zum Mitmach-Garten bemalt. Das Stadtmarketing hat die Aktion #Marbachhandelt ins Leben gerufen und es hat uns viel Spaß gemacht, teilzunehmen und unser Gartenvideo zu drehen.

Das Saisonfinale im Oktober hat uns nochmal richtig begeistert: Mit ganz vielen Helfer*innen haben wir die Beete weitestgehend abgeräumt und in die Winterruhe geschickt.

Jetzt freuen wir uns über ein ruhiges Silvester, an dem seit so langer Zeit zum ersten Mal nicht so viele Wildtiere lebensbedrohlich erschreckt wurden. Besonders freuen wir uns natürlich auf das nächste Gartenjahr und auf die Begegnungen und Geschichten, die im Mitmach-Garten entstehen. Denn auch in diesem Jahr werden wieder spannende Projekte anstehen, wir werden mit Sicherheit wieder gesundes Gemüse ernten und die Natur schützen und fördern – alle zusammen.

Auf ein gutes neues (Garten-)Jahr!

Saisonfinale im Mitmach-Garten

Am Sonntag hatten wir zum gemeinsamen Saisonfinale eingeladen. Es war eine fantastische Aktion im herbstschönen Mitmach-Garten. Es hat uns riesig gefreut, dass einige bekannte, aber auch viele neue Gesichter der Einladung gefolgt sind. Das Wetter hat mitgespielt und aufgrund der vielen Helfer konnten wir fast alles erledigen, um den Garten in die Winterruhe zu schicken. Ein paar nötige Reparaturen mussten vorgenommen werden, die Holzhackschnitzel wurden zwischen den Beeten verteilt und eine neue Schautafel informiert ab sofort am Wegesrand über Neuigkeiten im Garten.

Die meisten Gemüsebeete sind mit dem Heu von der Wiesenfläche abgedeckt – so hält sich die Feuchtigkeit im Boden und Nährstoffe werden dort zugegeben wo wir sie nächstes Jahr wieder benötigen. Ein ganzes Beet haben wir mit Knoblauchzwiebeln bestückt, dort können wir im Sommer 2021 dann hoffentlich jede Menge leckeren Knobi ernten.Die Marbacher Zeitung war vor Ort und hat wie wir finden einen sehr schönen Artikel über unsere Aktion geschrieben. Er zeigt wunderbar, dass der Mitmach-Garten neben dem Anbau von Biogemüse und dem Beitrag zum Naturschutz ein Ort ist, an den die Menschen gerne kommen, weil sie die gute Gemeinschaft schätzen.

Vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben und hoffenlich bis bald im Mitmach-Garten – Marbach.

Bericht: Marco Kraft

Mitmach-Garten bei „Marbach handelt“

Auch hier, im Mitmach-Garten, hat Marbach gemeinsam gehandelt und eine ehemalige artenarme Fettwiese zu einem schönen und wertvollen Ort gemacht! Danke an Alle, die Ihren Teil dazu beigetragen haben! Über die Initiative „Marbach handelt“ wird eine Vielzahl von bunten Akteuren sichtbar, die auch in Zeiten von Corona zusammenhalten. Wir haben uns beteiligt und führen Euch durch den Garten.

Neues aus dem Garten

Der Knoblauch kringelt sich vor Lachen – vielleicht weil er der Einzige ist, der dem diesjährigen Schneckenansturm nicht zum Opfer gefallen ist. Zum Glück haben wir unsere Schneckenkrägen. Zwar entwickeln die Tierchen unerwartete akrobatische Fähigkeiten und kommen ab und an trotzdem hinein; insgesamt aber wären wir ohne den Steck-Schutz viel weniger weit. Ich habe heute einen Versuch gestartet und Samen direkt in den Ring gesät. Bitte achtet also darauf und nehmt leere Ringe nur weg, wenn sicher ist, dass nichts darin wachsen soll oder wenn die Pflanze darin groß und stark genug ist. Am Kompost liegt Nachschub. Die Ringe müssen gut in der Erde stecken und man muss sie kontrollieren, da sie gerne mal wieder rauswandern. Außerdem darf nichts hineinhängen und der Mulch (Beetabdeckung) darf nicht so hoch liegen, dass er als Brücke dient. Das ist ein Problem, für das wir noch eine Lösung suchen – denn aufs Mulchen wollen wir nicht verzichten. Wer hier Vorschläge hat: immer her damit.

Was gibt’s zu tun? Unsere Tomaten werden größer und brauchen demnächst eine Rankhilfe. Da wir fast alle Tomatenstäbe schon im Einsatz haben, kann man sich entweder selbst um welche kümmern oder auf natürliche Materialien ausweichen. Am Kompost stehen z.B. noch einige Weidenruten. Dort liegen auch Spannklammern zum Fixieren. Gerne aber auch selbst mal eine Hand voll Bindedraht mitbringen und loslegen, das wäre am Tollsten.

Mitmach-Garten frühjahrsfit

Frühling, Sommer, Herbst und Frühling – mit diesem Gefühl starten wir in die neue Gartensaison. Bei bestem Frühjahrswetter haben wir dem „Mitmach-Garten“ neuen Glanz eingehaucht. Gefreut haben wir uns über neue Interessierte und viele alte Bekannte, die den „Garten für Alle“ scheinbar nicht vergessen haben. Auf ein Neues wirken wir mit Begeisterung an einem Ort, in dem jeder dazu eingeladen ist, gemeinsam Gemüse anzubauen, zu teilen, dort lebende Tiere zu schützen und zu fördern und an einem Garten zu arbeiten, in dem sich alle wohlfühlen. Wir haben Nistkästen gesäubert, sodass auch dieses Jahr wieder gerne Vögel einziehen dürfen, die sich über die Blattläuse am Gemüse hermachen. Wir haben Schilder wieder angebracht, Zäune repariert und die letzten vertrockneten Tomatenstängel von den Beeten genommen. Da wir noch etwas Zeit und Muße hatten, konnten wir sogar eine Insektennisthilfe für Wildbienen anfertigen: Unseren Staketenzaun haben wir mit jeweils einem senkrecht stehenden markhaltigen Stängel ausgestattet, dort können Wildbienen ihre Kinderstube einrichten. Wir sind begeistert, dass der Start in die neue Saison so erfolgreich war und freuen uns schon auf das nächste Mal im Garten für Alle – Mitmachgarten Marbach.

Unser Gartenjahr

Wie dieses Gartenjahr anfing? An meinem Küchentisch. Mit Wein. Wir saßen gemütlich, draußen war es noch winterlich dunkel und Marco sagte: „Die Herausforderung ist, dass jetzt in kurzer Zeit ganz viel auf einmal passieren muss! Im März muss alles fertig sein, damit die Leute mitmachen können.“ Ob das klappen und ob unser Konzept „Jeder darf ernten“ aufgehen würde, wussten wir nicht, aber voller Aufregung und Erwartung erhoben wir das Glas auf den Garten – und es sollte nicht der einzige Toast des Jahres bleiben.

In der Planungsphase haben wir uns den Kopf darüber zerbrochen, wie wir die Beete wohl anlegen und einteilen sollten. Genügt eine einfache Planke zwischen den Parzellen? Oder eine hübsche Steinbegrenzung? Wir wählten eine Beeteinfassung aus Dielen, die Marco und Thibault an einem wunderschönen Frühlingstag zusammenzimmerten bis die Akkuschrauber leer waren und die an einem gemeinsamen Aktionstag Anfang März eingesetzt und mit Erde befüllt wurden. Dass diese „Hochbeete“, wie sie von Passanten gerne genannt werden, eine gute Wahl waren, zeigten uns die Rückmeldungen. Man wusste: „Jetzt geht es los“. Im unteren Teil des umgepflügten Stücks entschieden wir uns für freiere und schwungvollere Formen. Die Beete sind dort mit Steinen abgegrenzt. So ist für jeden etwas dabei.

Im Frühjahr zeigte uns Stefan Betzler, wie man Bäume schneidet. Die Apfelbäume auf dem Grundstück sind alt und nur noch halb lebendig, aber gerade deshalb für viele Tiere wertvoll. Wir sind nicht auf Ertrag aus, sondern hoffen nur, dass die Bäume noch lange stehen können. Stefan Betzler hat einen wertvollen Teil dazu beigetragen, wir danken ihm ganz herzlich.

Im März dann haben wir ein wichtiges Vorhaben umgesetzt und eine Wildblumenwiese angelegt. Mit geeinten Kräften haben wir Substrat geschaufelt und die Samen ausgebracht. Das Ergebnis konnten wir bis in den Herbst hinein bestaunen. Außerdem wissen wir, dass Dank der gemeinsamen Aktion sich nun auch einige auf dem privaten Grundstück zuhause getraut und Wildblumenecken angelegt haben. Dieser Abguck- und Lern-Effekt ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Mitmach-Gartens.

Das sieht man auch auf einem weiteren schönen Element im Garten: unserer Lernbank. Dank der Förderung des Lions-Clubs Bottwartal – natürlich in Form eines RIESEN-Schecks – konnten wir eine wunderbare Massivholzbank im Garten installieren. Sie ist mit einer Lerngrafik über Wildbienen versehen und gewährt wenn man darauf sitzt einen wunderbaren Blick über den Garten.

Zum Garten-Eröffnungstag Mitte März konnten wir einen Teil unseres Aufgeregt-Seins fallen lassen: Alles war vorbereitet, die Beete standen, die Wege waren angelegt – die Saison konnte beginnen! Und wir ließen uns nicht lange aufhalten, schon wurden die ersten Kartoffeln gesteckt, Möhrensamen ausgebracht und Spinat gepflanzt. Unsere Idee ist stets, dass nicht nur für uns, sondern auch für die Natur was rausspringt (denn letzten Endes sind wir ein Teil von ihr). Überlässt man Marco einen Garten, dann dauert es sowieso nicht lange und eh man sich versieht, steht eine Steinpyramide. Auch diese haben wir mit ganz vielen Helfern erbaut – natürlich so, dass der letzte Stein „plop“ macht. Die Pyramide macht den Garten strukturreicher. Die Devise ist: je mehr verschiedene Lebensräume, desto besser. „Wäre ich eine Eidechse, ich würde in unserer Pyramide wohnen“, Zitat Marco.

Im Mai, wenn die Pflänzchen vorgezogen und meist zahlreich übrig sind, bietet es sich an, eine Pflanzentauschbörse zu machen. Gesagt, getan! Die gemeinsame Aktion mit dem BUND Bezirksverband Marbach-Bottwartal hat für Austausch gesorgt, hat Spaß und Sinn gemacht und alle übrigen Pflanzen konnten wir im Garten unterbringen.

Inzwischen füllte sich Beet um Beet, es gab Klassenausflüge und Kindergeburtstage im Garten, es standen über Nacht Wasserkanister oder Hochbeete dort. Wir bekamen Besuch vom städtischen Ausschuss für Umwelt und Technik mitsamt viel Lob und ein bisschen Tadel, aber auch der Erlaubnis, eine Hütte zu errichten. Hohen politischen Besuch gab es auch am Nachhaltigkeitstag im Juni. Der Mitmach-Garten war auf dem Marbacher Burgplatz neben vielen verschiedenen Umweltschutz-Akteuren vertreten, Anke Theilacker bot freundlicherweise eine Wildkräuterführung an und im Anschluss gab Marco eine persönliche Gartenführung für Herrn Minister Untersteller. Diesmal kein Tadel, nur Lob.

Das erste Gartenhalbjahr war vergangen, alles spross und blühte, keimte und summte. Leider in erster Linie auf der unteren Hälfte des Grundstücks – oben herrscht wahrscheinlich seit Jahrzehnten Major Fettwiese. Mit Gras, Gras und noch mehr Gras. Es wird lange dauern, bis die Wiese abgemagert ist und sich biologische Vielfalt einstellt. Wir haben damit angefangen, die Wiese zweimal gemäht (danke an Wolfgang!) und das Schnittgut abgetragen. Die Nährstoffe können wir in unseren Beeten gut gebrauchen. Wenn mich also jemand fragt: Was war dein Highlight in diesem Jahr?, werde ich getrost antworten: Mulchwürste drehen!

Und wie war die Ernte? Wir sind mehr als zufrieden! Dafür, dass es keinerlei Kontrolle gibt und der Garten auf dem Prinzip „Geben und Nehmen“ beruht, sind wir über die Ernte erstaunt. Zwischenzeitlich dachten wir, ein Gespenst geht um, das alles mitnimmt. Aber das hat sich wieder gelegt. Außerdem wissen wir nicht, wie viele Leute täglich am Garten vorbeispazieren und sich bedienen. Wir jedenfalls haben Spinat, Rucola, Kürbisse, Bohnen, Mangold, Kartoffeln, Radieschen, Kohlrabi, Möhren, Pastinaken und Zucchini verdrückt. Und wir hoffen sehr, dass es weiterhin rücksichtsvoll und freigebig zugeht. Dass, wer anpflanzt, das Gesäte kennzeichnet und auch im Nachhinein ein Auge darauf wirft. Dass die, die den Wert unserer Lebensmittel und des Gärtnerns verstehen, stärker sind als die, die es nicht tun.

Momentan ist der Garten im Winterschlaf. Natürlich kann man auch im Winter gärtnern, aber den Garten ganzjährig in Schwung zu halten, das ist next level. Für das kommende Jahr fokussiert sich unsere Planung in erster Linie auf die Hütte, Tomaten-Überdachung und eventuell einige natürliche Zaunelemente. Ein Rückschau- und Vorblick-Treffen soll es im Januar geben, es melde sich bitte, wer daran teilnehmen möchte. Oder lasst in den Kommentaren eure Ideen und Verbesserungsvorschläge, dann nehmen wir sie mit zum Treffen.

Es sei an dieser Stelle noch einmal allen passiven und aktiven Unterstützern gedankt. Ihr ermöglicht den Garten! Ohne Rückhalt von den Marbachern kann auch das Steuerungsteam nicht aktiv sein und bleiben. Danke an das zuverlässigste Gieß-Team der Welt (Loredan & Co.), an Nathalie und Andreas für die Pflanzen-Lieferungen, an Thibault für die kurzen Abstecher in den Garten zwischen Freiburg und Berlin, an Winnie für die guten Ideen und das Organisationstalent, an Andrea für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Stadt, an Markus und Familie, an Eugen und Familie, an Tobias, Felix, an Christiane, an Paolo und Kerstin und an Christel dafür, dass du immer Peter vorbeischickst. Sebastian ewige Dankbarkeit für das „Blaue Hochbeet“ und alles, was daraus entstanden ist. Dank natürlich auch an Ella, die alles strengstens bewacht.

Was war wohl das Schwerste in diesem Gartenjahr? Morgen für morgen von einem Radiowecker geweckt zu werden, der sagt, dass wir es nicht schaffen, weniger zu verbrauchen. Der sagt, dass der CO2-Ausstoß konstant (viel zu hoch) bleibt und dass der Mensch an seinem Verhalten festhält, einem Verhalten, das ihn sehr wahrscheinlich um das Wichtigste bringen wird, das er hat: Frieden, Wohlstand, Gesundheit, Entscheidungsfreiheit. Bei den Nachrichten über die ein ums andere Mal gescheiterten Klimaverhandlungen, Nachrichten über das fahrlässige Nichtstun der Politik in die Gummistiefel zu schlüpfen, sich eine Mütze aufzusetzen und dem allem zu trotzen. Trotzdem ein Pflänzchen in die Erde zu drücken, ein kleines, wirkungsloses Pflänzchen vielleicht. Trotzdem in die Sommerhitze hinaus. Trotzdem: Auf den Garten!

(Foto: Michael Raubold)

Von Mager- und Fettwiesen

Ein wichtiger Aspekt des Umweltschutzes ist bekanntlich die Wiesen- und Grünflächenpflege. Während einige Mitbürger noch immer munter und gefühlt wöchentlich zu den Rasenmähern greifen, wollen wir es anders und besser machen. Ziel ist, das was wächst, stehen zu lassen bis es blüht; es sich dann aussamen zu lassen und danach zu kappen, am besten mit einem Balkenmäher. Das Schnittgut muss anschließend, das ist ganz wichtig, von der Wiese weggenommen werden. Auch wenn es sich komisch anhört: Wenn der Untergrund mager ist, entsteht Artenvielfalt. Lässt man also die Mahd liegen, gibt man Nährstoffe zurück in den Boden, sodass er fetter und fetter wird. Das freut Löwenzahn, Klee und Gräser. Vielfalt sieht anders aus. Deshalb also weg mit dem Schnittgut. Wir haben es auf der oberen Hälfte der Mitmach-Garten-Fläche versucht und mal wieder festgestellt: Wenn alle mithelfen, geht es schnell und macht Spaß! Das zusammengerechte Material können wir dort gebrauchen, wo Nährstoffe nötig sind, nämlich in unseren Gemüsebeeten. Die haben wir mit einer dicken Schicht zwischen den Pflanzen belegt, sodass Feuchtigkeit gehalten wird und es Unkraut schwer hat. Ein Kreislauf, der sich sehen lassen kann.