Station elf

Station elf, „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, das war ‚unsere‘ Station der Kinderspielstraße, entworfen von Sophia Henninger, umgesetzt an einem schönen Sonntag im Mai auf dem Schulhof des FSG. Die Spielstraße bringt Kindern Station um Station die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN nahe (und weckt nebenbei auch den spielerischen Ehrgeiz der Eltern). Fragt man also ein Besucherkind, was es mit nachhaltigen Städten und Gemeinden auf sich hat, so wird es sagen: Die Urabanisierung schreitet voran, das heißt, immer mehr Menschen – Prognosen nennen eine Zahl von bis zu 80% der Gesamtbevölkerung im Jahr 2050 – werden in Städten leben. Es wird dort richtig eng. Ziel muss aber dennoch sein, Bürgerinnen und Bürgern eine politische und wirtschaftliche Beteiligung zu ermöglichen, negative ökologische Folgen des städtischen Wachstums zu begrenzen und die natürlichen Lebensgrundlagen der Städte und ihres Umlandes zu erhalten.

Nachdem die Kinder dies gelernt haben, durften sie mit Jenga-Klötzchen ein möglichst hohes, aber zugleich stabiles (dies eben als Sinnbild des Spagats, in dem sich die Städteplaner täglich befinden) Haus bauen, „das mindestens vier Wände, ein Fenster und ein Dach hat“ (nie im Leben werde ich diesen Satz öfter sagen). Rekord war 88 cm, Negativrekord 4 cm – allerdings auch von einer sehr kleinen Bauherrin. Die beliebteste Methode, alles wieder zu zerstören, war die Kopftechnik. Die schönsten Häuser, finden wir, waren gar nicht die höchsten, sondern die mit dem Helikopterlandeplatz, die mit geräumigen Eingangsbereichen oder Wendeltreppen auf dem Dach. Diese kreativen Köpfe werden die true urbanists sein.