Darum sammelt Marbach Kippen

Gründe für unsere gemeinsame Sammelaktion „Marbach sammelt Kippen“ mitsamt Quellenliste:

  • Von zehn Zigaretten landen acht nicht im Müll, sondern auf der Straße. Kippen sind das am häufigsten weggeworfene Abfallprodukt. [1] Jedes dritte Müllstück, das an Meeresküsten gefunden wird, ist ein Zigarettenstummel, erst danach kommen Plastiktüten. [5]
  • Weltweit landen 4,5 Billionen Zigarettenkippen in der Umwelt. [5]
  • Problem Plastik: Die Filter bestehen aus dem Kunststoff Celluloseacetat. Je nach äußerem Umfeld dauert es bis zu 15 Jahre, bis sie sich zersetzen – im Salzwasser bis zu mehreren hundert Jahren. [4]
  • Im Filter konzentrieren sich jede Menge giftige Substanzen und Schwermetalle, beispielsweise Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Nicht zu vergessen: Nikotin. [4]
  • Schon der Rest einer Zigarette kann bis zu 60 Liter Grundwasser verschmutzen. [2]
  • 50 Prozent des in Zigarettenfiltern enthaltenen Nikotins werden bereits bei weniger als 30 Minuten Regen herausgelöst. [4] Pro Kippe gelangen 2 mg Nikotin in die Umwelt, bei manchen sogar 6 mg. Dabei sind laut EU schon schon Tabakabfälle mit 0,5 mg Nikotin als gefährlich einzustufen. [3]
  • Umweltwirkung: Studien zeigen Effekte auf Seeringelwürmer, Schnecken und Fische. Die Auswirkungen reichen von Genveränderungen und Verhaltensänderungen bis hin zum Tod. [4] Beispiel Forellen: Diese zeigen binnen Sekunden Lähmungserscheinungen und bekommen einen Nervenschock, wenn sie in einem Liter Wasser ausgesetzt werden, in dem eine Kippe schwimmt. Die Hälfte der Tiere ist nach vier Tagen tot. Fische sind Bioindikatoren: Geht es ihnen schlecht, geht es allen Meerestieren schlecht. [5] Substanzen landen auch in Fischen selbst, die wir dann essen. [3] Nikotin wurde früher in der Landwirtschaft als Pestizid benutzt, um kleine Tiere zu töten. [3]
  • Die Filter werden von Tieren auch als Nahrung verwechselt. [1]

Quellen (alle zuletzt aufgerufen am 12.09.2021):